Drei Kuhkälber verlost: So endete der 125. Jubiläumsabend des BFZV in Thun

Mit 37 Prozent der Herdbuchtiere und 95 Prozent der Beständeschauen prägt der Berner Verband die Schweizer Fleckviehzucht bis heute. 400 Züchter(innen) und geladene Gäste feierten das Jubiläum.

Am 23. Juli 1901 wurde der Bernische Fleckviehzuchtverband (BFZV) im Hotel Sternen in Bern gegründet. Rund 40 Delegierte nahmen damals an der Gründungsversammlung teil. Der Munimärit in Thun, die BEA in Bern oder die Bernische Eliteschau gehören immer noch zu den grössten Veranstaltungen des Verbandes. Dies und mehr wurde an der 125‑Jahr-Jubiläumsfeier des BFZV vom Samstag, 12. September, in Thun BE mit viel Folklore und Prominenz zelebriert.

Der OK‑Präsident des Jubiläumsfestes Walter Rolli (l.) und David Minder hielten einen kurzen Rückblick auf die 125-jährige Verbandsgeschichte. (Bild: Peter Fankhauser)

Ein unvergesslicher Abend in der Reithalle

Walter Rolli, der OK-Präsident der Jubiläumsfeier, und sein Team bescherten den vielen Besucherinnen und Besuchern einen unvergesslichen Abend in der Reithalle in Thun. Als Gastredner konnten sie unter anderem auch Markus Ritter, Präsident des Schweizerischen Bauernverbandes, begrüssen. «Ich habe mich immer für die Viehzucht interessiert, und als 21‑Jähriger war ich sogar Zuchtbuchführer der Viehzuchtgenossenschaft Eichberg», betonte Ritter.

Anwesend waren auch die ehemaligen BFZV‑Präsidenten Heinz Eberhard aus Pieterlen BE, Hans Siegenthaler aus Eggiwil BE sowie Niklaus Hofer aus Schliern. Zurzeit steht Stefan Schumacher aus Rüschegg-Gambach BE dem Verband vor.

Der Präsident des Bernischen Fleckviehzuchtverbandes, Stefan Schumacher, begrüsste die Gäste. (Bild: Peter Fankhauser)

Mit Schwyzerörgeli-Musik, dem Jodlerklub Flüehblüemli Kiental und dem Treichlerklub Oberbalm wurde die Jubiläumsfeier musikalisch umrahmt. Walter Rolli und David Minder gaben zudem einen kurzen Abriss der 125-jährigen Geschichte des Verbandes zum Besten.

Ein Blick in die lange Geschichte

So rief schon im Jahre 1806 die Berner Regierung die sogenannten Prämienschauen ins Leben. Mangels geeigneter Publikationsmöglichkeiten für die Ergebnisse habe damals der Pfarrer die Resultate nach der Predigt auf der Kanzel bekannt gegeben.

«Ein grosser Schub in der Tierzucht gab die Tierzuchtverordnung von 1958 und das Viehabsatzgesetz von 1961», erläuterte Walter Rolli. Ab sofort stellten da Bund und Kantone die nötigen Mittel zur Verfügung, um die Milchleistungsprüfungen, die Melkbarkeitsprüfungen und das Herdebuchwesen zu modernisieren. Auch die kantonalen Beständeschauen wurden ins Leben gerufen.

Eingeladen zu der Feier war auch Markus Ritter, Präsident des Schweizerischen Bauernverbands. (Bild: Peter Fankhauser)

Adrian Weber, Präsident von Swissherdbook gratulierte dem BFZV zu seinem Jubiläum. «Mit einem Anteil von 37% an Herdebuchtieren, ist der Bernische Verband der grösste Verband bei Swissherdbook», hielt Weber fest. Ohne ihn, wäre Swissherdbook nur die Hälfte wert. Auch bei den Beständeschauen, von denen 95 Prozent im Kanton Bern stattfinden.

Ein Andenken mit heim nehmen

Am Jubiläumsabend wurde aber nicht nur gegessen und diskutiert. Die Anwesenden konnten auch drei Kuhkälber gewinnen. Das SF-Kalb aus der Zucht von Christine und Urs Rindisbacher aus Signau BE gewann Fritz Hänni aus Oberbalm BE.

Das Simmentalerkalb vom Betrieb Matthias Aebersold aus Uettligen BE durfte Andreas Streit aus Köniz mit nach Hause nehmen. Das RH‑Kalb vom Zuchtbetrieb Christian Aegerter aus Gurzelen BE darf fortan Erika Schmocker aus Beatenberg BE ihr Eigen nennen.

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