ZMP: Im Oktober steigt der Milchpreis

Dank der vermehrten Nachfrage nach Milch und vor allem Milchfett könne man «deutlich höhere» Milchpreise bei den Kunden realisieren, schreiben die Zentralschweizer Milchproduzenten (ZMP).

Der Milchmarkt entwickelt sich gut, heisst es in der aktuellen ZMP-Info. Nach rückläufigen Zahlen im Mai und Juni sei die Milchproduktion in der Schweiz im Juli mit + 1,7 Prozent erstmals wieder über dem Vorjahreswert gewesen. Das Butterlager ist indes 91,4 Prozent kleiner als 2019.

1,5 Rappen mehr ab 1. Oktober bei Suisse-Garantie-Milch

Der Basispreis für Milch Suisse Garantie steigt bei den ZMP per 1. Oktober um 1,5 Rappen auf 55,5 Rappen, dies wegen positiver Entwicklungen im Milchverkauf. Zudem fielen bei den Themen «Importabwehr» und «Schoggigesetz» im Ausblick auf Ende 2020 etwas tiefere Kosten an, als erwartet worden sei. Der Preis ausserhalb der Monatsmenge bleibe im Oktober unverändert.

Deklassierung bei Biomilch rückwirkend reduziert

Für Biomilch Knospe sollen die Preise im Oktober unverändert bleiben. Dank dem guten Absatz von Biomilch habe man aber die Deklassierung rückwirkend per 1. August 2020 von 4,5 auf 1,5 Rappen reduzieren können (neu-Lieferanten Reduktion von 15 auf 5 Rappen), schreiben die ZMP.

ZMP: Im Oktober steigt der Milchpreis

Die ZMP planen eine Erhöhung des Basispreises bei Milch Suisse Garantie. (Tabelle ZMP)

«Der Milchfettmarkt ist ausgeglichen»

Der viel diskutierte Butterimport sei ein Zeichen dafür, dass der Milchfettmarkt in der Schweiz ausgeglichen sei, schreibt Pirmin Furrer, Geschäftsführer der ZMP in der ZMP-Info. «Und das ist sicher viel besser, als wenn wir zu viel Butter an Lager hätten, und dieser wie in früheren Jahren mit Produzentengeldern exportiert (abgeräumt) werden müsste», so Furrer.

Änderungen bei den Fonds zum Wohl der Produzenten

Primin Furrer fordert die Branchenorganisation Milch BOM dazu auf, zu den vorgeschlagenen Änderungen für die beiden Fonds «Regulierung» und «Rohstoffausgleich» Stellung zu beziehen. Diese würden von den ZMP unterstützt. « Für die Milchproduzenten ist es wichtig, dass mindestens der Betrag, welcher neu bei den Produzenten eingezogen wird, dann auch wieder zu den Produzenten zurückfliesst», schreibt der Geschäftsführer der ZMP.

Eine jährliche Standortbestimmung durch die BOM solle zeigen, ob die Anpassungen Wirkung zeigen. Sollte dies nicht der Fall sein, wolle man die Reglementsänderung wieder rückgängig machen.

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