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Viel Leidenschaft und Herzblut

In Schwanden im Emmental konnte am vergangenen Samstag endlich gefeiert werden. Rund 300 hochqualitätige Kühe enttäuschten weder das zahlreich angereiste Publikum noch die Richter.

Bei herrlichem Herbstwetter und bester Stimmung konnte der Viehzuchtverein Schwanden am vergangenen Samstag sein 75-jähriges Bestehen feiern. Auch dieses Jubiläum hätte man eigentlich bereits vor einem Jahr feiern wollen, doch das zusätzliche Jahr der Planung hatten die engagierten Züchter genutzt und stellten ein grossartiges Fest auf die Beine. Allen voran OK-Präsident Roland Rothenbühler, der sich freute, dass das Jubiläum nun endlich über die Bühne gehen konnte. Der gute Ruf der Schwandener Viehzüchter führte dazu, dass das Publikum zahlreich anreiste, um der Jubiläumsschau beizuwohnen.

Alt und Jung

Die 25 Mitglieder des Viehzuchtvereins Schwanden enttäuschten das Publikum nicht, führten rund dreihundert hochqualitätige Kühe auf. In Klasse eins warteten die jungen Kühe dichtgedrängt auf den Ring, bis Rang 30 wurden ihnen 89 oder gar 90 Punkte gutgeschrieben. Aber auch die Seniorinnen zeigten sich in Topform, 21 Tiere nahmen 98 Punkte mit nach Hause. Ausgezeichnet für die höchste Lebensleistung wurde Aloma von Adrian Rüfenacht. Sie weisst elf abgeschlossene Laktationen mit einem Schnitt von 8515 kg aus, eine aktuelle Lebensleistung von 109 842 kg. Neben ihr standen zwei weitere Leistungskühe mit über 100 000 kg Milch auf dem Platz, Bamby (Rustler-ET) von Hans-Ulrich Hertig und Nadine (Vitelle) von Viktor Held. Die Proteinglocke wurde der Blitz-Tochter Anja von Beat Schneider umgehängt, die einen maximalen Proteingehalt von 4,09 % nach drei abgeschlossenen Laktationen ausweist.

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Viel Herzblut

Waren für die Misstitel nur Kühe mit Schwandener Ohrmarke zugelassen, durften sich die Kühe aus den Nachbardörfern im Cup messen. Diesen entschieden die Kühe aus Emmenmatt für sich. Zur Unterhaltung des Publikums führten ausserdem die Kinder ihre Kälber vor und nach dem Mittag wurde ein Kalb an das Publikum versteigert. Auch präsentierten die Jungzüchter ihre Rinder. Sie kürten mit der Dreamson-Tochter Armana von Franziska Wittwer ihre Miss.

Der Präsident des Emmentalischen Fleckviehzuchtverbands, Ruedi Sommer, überbrachte seine Glückwünsche, lobte das Engagement und das Herzblut von Jung und Alt, welches an der Jubiläumsschau zum Tragen kam. Dann gehörte der Ring wieder den sechs angereisten Experten und den Kühen, die sich als Schönste ihrer Altersklasse gezeigt hatten. Schlussendlich entschieden Nuancen und auch die Experten konnten im Ring fleissig Lob verteilen, bis die Kategoriensiegerinnen alle feststanden und klar war, wer für die Misswahlen antreten konnte. Jeder Betrieb durfte nur einen Titel nach Hause nehmen. Doch die grosse Auswahl qualitätiger Kühe, die in die Kränze kamen, machte es nicht schwierig, würdige Missen zu finden, die allen Ansprüchen genügten.

Freudentränen und Glocken

Selbstverständlich liessen es sich die Jubilare nicht nehmen, nach dem Fest ihre Kühe geschmückt nach Hause zu treiben, dabei die letzten Freudentränen zu vergiessen und sich vom Publikum am Strassenrand feiern zu lassen. Im Gepäck hatten sie eine weitere Glocke, eine maximalpunktierte Kuh, vielleicht gar eine Miss und natürlich viel Motivation für die nächsten 75 Jahre engagierte Viehzucht.

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