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«Ländlicher Marktplatz Urschwyz»: Mit viel Herzblut ans Ziel

Anfang Jahr hat die Bauerntochter und ehemalige Fernseh-Frau Sibylle Marti das Mandat für die Vorwärtsstrategie von «Ländlicher Marktplatz Urschwyz» übernommen.

Ein lauer Frühsommerabend, aufgestellte Leute und mit der Milchmanufaktur Einsiedeln der ideale Ort – es passte alles an der 11. Generalversammlung von «Ländlicher Marktplatz Urschwyz». Tatsächlich war eine Aufbruchsstimmung zu spüren, schliesslich stand eine Vorwärtsstrategie im Fokus des Treffens. Dabei schien nicht mal wesentlich, dass nur der harte Kern der 95 Vereinsmitglieder anwesend war. Präsidentin Susanne Hofstetter führte diesen Umstand auch auf den Fakt zurück, dass zurzeit wieder sehr viele Versammlungen abgehalten werden, nachdem aus bekannten Gründen faktisch zwei Jahre Stillstand herrschte. Ein gewisses Gewicht erhielt die GV allerdings auch durch die Anwesenheit verschiedener Gäste, so etwa Urs Durrer, Vorsteher vom Amt für Wirtschaft des Kantons Schwyz, Vendelin Coray, Geschäftsführer von Schwyz Tourismus, oder von Yvonne Schönthal, Geschäftsführerin von «Das Beste der Region».

Neu formierter Vorstand

Die üblichen Traktanden waren schnell abgehandelt. Die Kasse ist im Lot, das Budget vernünftig, das Jahresprogramm weitgehend bekannt. Allerdings hat sich während der Corona-Auszeit der Vorstand intern neu organisiert, was durch die offiziellen Wahlen nun auch bestätigt wurde. Susanne Hofstetter bleibt Präsidentin von «Ländlicher Marktplatz Urschwyz». Kilian Diethelm, Siebnen, springt jedoch ein Jahr lang als Kassier für Christof Deck, Seewen, ein, der aus persönlichen Gründen pausiert.

Die übrigen Ämter werden von den weiteren Vorstandsmitgliedern je nach Bedarf abgedeckt. Verabschiedet und herzlich verdankt wurden Pius Schelbert und vor allem Geschäftsführer Clemens Columberg. Er hat nach sieben Jahren voller Engagement und Tatendrang den Vertrag mit dem Verein aufgelöst, um sich anderen Projekten zu widmen. Und hier kommt Sibylle Marti ins Spiel. Die aus Wangen stammende, langjährige Fernseh-Frau hat sich 2019 mit ihrer Firma Marti Productions selbstständig gemacht, betreut unter anderem als Präsidentin und Marketingleiterin Tilsiter Switzerland sowie ein mehrjähriges Marketing-Projekt bei den Lauberhornrennen. Anfang Jahr hat die Bauerntochter das Mandat für die Vorwärtsstrategie von «Ländlicher Marktplatz Urschwyz» übernommen, ist also neu für die Projekt- und Öffentlichkeitsarbeit zuständig.

Grosses Potenzial

Dies mit viel Enthusiasmus und Herzblut für ihren Heimatkanton, wie sie bei der Vorstellung des Konzepts gleich unter Beweis stellte. «Urschwyz» sei eine tolle Sache mit einem guten Auftritt, zeigte sich Marti überzeugt. Zwölf Argumente listete sie dabei auf, um darzulegen, welche Vorzüge dieses Modell bereits vorweise. Landwirt(innen) seien aussergewöhnlich innovativ, stellte sie fest, weshalb sie noch grosses zusätzliches Potenzial ortet. Der Fokus müsse noch vermehrt auf Wertschöpfung, Netzwerk, Geschichten und Gesichter, Nachhaltigkeit und Zertifizierungen gerichtet werden. Die Angebote sollen zu einem Erlebnis mit Emotionen werden, wofür sich das Marketing auch zusätzlich auf die verschiedenen Plattformen konzentrieren sollte. Präsenz, Bekanntheit, Image sollen verstärkt werden, der «Ländliche Marktplatz Urschwyz» bilde schliesslich ein Kulturgut im Kanton. Dies alles natürlich immer mit dem Ziel, regionale Produkte besser zu vermarkten, «das Beste aus der Region» auszuschöpfen.

Gemeinsames Label

Dazu allerdings sind weitere Mitglieder nötig. Marti rief die Anwesenden deshalb auf, Propaganda für ihren Verein zu machen. Aber auch eine andere Wachstumsstrategie wird ins Auge gefasst. Mit dem im Jahr 2011 gegründeten «Ländlicher Marktplatz Urschwyz» und seinen 95 Mitgliedern sowie dem seit 2014 bestehenden Label «Ächt Schwyz» mit seinen 45 Gastrobetrieben existieren zwei Organisationen mit sehr ähnlichen Voraussetzungen und Zielen. Deshalb arbeiten der Vorstand und die neue Projektleiterin mit Schwyz Tourismus an einem gemeinsamen Projekt mit einem klaren Ziel: Ab Mitte nächsten Jahres soll ein gemeinsames, starkes Label unter der Bezeichnung «Ächt Urschwyz» starten.

Innovative Ideen gesucht

Dieses überraschende Vorhaben samt ambitioniertem Zeitplan darf als realistische und wünschbare Vision bezeichnet werden, zumal Kund(innen) immer mal wieder den «Label-Salat» in der Landwirtschafts- und Lebensmittelszene bemängeln. Neben dem Einverständnis der Partner-Organisation seien nun jedoch vor allem Mitglieder mit Ideen gefragt, machte Projektleiterin Sibylle Marti klar, Innovative Ideen würden gerne über E-Mail promo@urschwyz.ch entgegengenommen.

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