Die Produzenten- und Konsumentenpreise für Milch waren selten so hoch wie im Jahr 2022

Die Entwicklungen auf dem Milchmarkt führten zu einem Preisanstieg in der Schweiz und Europa. Der Produzentenpreis für Milch erreichte 2022 einen Höchststand seit 2009.

Im Jahr 2022 erhöhte sich der Produzentenpreis für Milch gegenüber dem Vorjahr um 7,9 Prozent auf 75.34 Rappen pro Kilogramm, wie das Bundesamt für Landwirtschaft (BLW) im Marktbericht Milch bekannt gibt. Das sei der höchste Stand seit 2009.

Konsumentenpreise für Milchprodukte sind auch gestiegen

Der Molkereimilchpreisindex habe ebenfalls weiter zugelegt und damit ein neues Rekordniveau erreicht. Auch die Konsumentenpreise für Milchprodukte seien auf nie dagewesene Höhen geklettert.

Zu den Faktoren, die den Produzentenpreis für Milch beeinflussen, zählen laut BLW die Produktionskosten für Milch, die Verwertungsart und die Marktlage im In- und Ausland, in der tendenziell die Nachfrage das Angebot übersteige.

Stärkster Anstieg seit sechs Jahren

Seit 2017 habe der Produzentenpreis für Milch einen kontinuierlichen Zuwachs verzeichnet und habe 2022 schliesslich 75.34 Rp./kg erreicht, was 5.54 Rp./kg mehr sind als 2021. Mit einem Plus von 7,9 Prozent handle es sich um den stärksten Anstieg der letzten sechs Jahre.

Die Produzenten- und Konsumentenpreise für Milch waren selten so hoch wie im Jahr 2022
Die Grafik zeigt, wie die Produzentenpreise für Milch gestiegen sind.

Diese Entwicklung lasse sich unter anderem durch die gestiegenen Produktionskosten für Milch, die rückläufige Milchproduktion und die höheren Preise für Milchprodukte, namentlich auf internationaler Ebene, erklären.

Auf den internationalen Märkten seien die Preise für Milchprodukte wie Butter und Milchpulver stark gestiegen. Diese Entwicklungen auf dem Milchmarkt hätten sowohl in der Schweiz als auch im Ausland zu einem Anstieg des Preises für Rohmilch geführt.