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Die Preise für Brennholz sind weiter gestiegen

Die Nachfrage bleibt höher als das Angebot. Anbieter von Stückholz setzen nun vermehrt auf eine beschleunigte künstliche Trocknung.

«Endlich verdienen wir wieder etwas mit Brennholz», sagt Peter Baumann von Brennholz Hirzel ZH. Er besitzt 1,5 ha eher schlecht erschlossenen Wald und bewirtschaftet diesen selbst. Produziert wird meist Brennholz, die Preise für Rundholz würden seine Kosten nach wie vor nicht decken. Besonders gefragt seien 25 und 33 cm grosse Buchenscheiter, aber auch Säcke mit Mischholz. «Dank der guten Marktlage beim Brennholz kann ich nun auch meine vielen Käfertannen verarbeiten.»

Richtpreise Bauernverband

Er halte sich an die Preisempfehlungen des Schweizer Bauernverbandes, die seien fair. Für ein Ster Buchenholz wird dort 170 bis 210 Franken angegeben. Er wisse, dass im Handel teils deutlich höhere Preise gelten.

Das Brennholzgeschäft sei für ihn lediglich ein Nebenerwerb und ein Ausgleich zum Beruf des Polizisten. Die Marktlage beurteilt er aktuell eher als etwas weniger hektisch als noch vor Wochen, aber keineswegs ruhig. Viele seiner Kollegen seien inzwischen mit eigenem Holz ausverkauft. Er selbst halte seine Ware noch etwas zurück, hoffe auf weitere Preissteigerungen.

Trocknung mit Abwärme

9000 ha Wald besitzt die Oberallmeindkorporation (OAK) Schwyz, welche unter anderem mit der Tochterfirma OAK Energie AG auch Energieholz verwertet und in der Region Schwyz ein grösserer Anbieter von Brennholz ist. Im Holzshop bei Ibach SZ kann in Selbstbedienung Anfeuerholz und Buchen-Brennholz bezogen werden. Meist seien es ein bis zwei Ster, in 25 oder 33 cm grossen Scheitern. Von einer sehr hohen Nachfrage berichtet Thomas Hediger, Bereichsleiter Wald bei der OAK: «Die ist viel grösser als das Angebot, wir haben Lieferfristen von einigen Wochen.» Sie hätten sehr viele Neukunden gewinnen können. So weit möglich, sei die Produktion in den letzten Monaten gesteigert worden, und optimiert wurde auch die Trocknung. Ein Teil des Brennholzes wird nun künstlich getrocknet, extern in Containern, mit Abwärme. So könne die Trocknungsdauer auf ein bis zwei Wochen verkürzt werden.

Bleibt ein Nischenmarkt

Derzeit würden die Preise stabil gehalten nach den Erhöhungen in den letzten Monaten. Die weitere Entwicklung sei offen, «wir beobachten den Markt laufend». Aktuell wird bei der Landi ein Preis von rund 240 Franken pro Ster Schweizer Buchenholz angegeben, falls überhaupt lieferbar. Im Juli waren es noch 200 Franken.

Florian Landolt von Wald Schweiz bestätigt die konstant hohe Nachfrage und auch Hamsterkäufe. Viele Neukunden würden ihre ungenutzten Cheminées in Betrieb nehmen. Brennholz werde aber ein Nischenmarkt bleiben, davon könne man kaum leben. «Da bräuchte es einen Absatz von über 10 000 Ster jährlich.» Für Waldeigentümer ist es gleichwohl interessant geworden, Restholz vom Wald aufzurüsten statt liegenzulassen.