Eigentlich ist der Branchenstandard für Nachhaltige Schweizer Milch – wie es der Name schon sagt – eine Branchensache: Milchproduzenten, Milchhändler, industrielle Verarbeiter Käser, und der Detailhandel haben der Lancierung im September inklusive einem neuem Logo zugestimmt.
Einziger Tolggen im Branchenreinheft ist das Markenrecht für das Logo. Die Marke Swissmilk Green ist nämlich beim Institut für Geistiges Eigentum auf die Schweizer Milchproduzenten (SMP) registriert – und nicht auf die Branchenorganisation Milch (BOM), die per Reglement Markeneigentümerin ist.
"Es war schon immer geplant"
Grund dafür ist die Geschichte der Marke: «Verschiedene Markenvorschläge wurden zeitlich weit vorgängig von der SMP auf eigene Kosten evaluiert, registriert und bei über 2000 Konsumenten getestet», sagt SMP-Direktor Stephan Hagenbuch. Der BOM-Vorstand hat am 10. Juli schliesslich aus den verschiedenen Vorschlägen das Logo für Swissmilk Green ausgewählt. «Es war immer geplant, diese Marke der BOM zu übertragen», so Hagenbuch. Genau das hat der BOM-Vorstand nun am Mittwoch beschlossen, wie deren Geschäftsführer Stefan Kohler auf Anfrage sagt.
Nächste Schritte kommen
Nicht nur bei den Markenrechten geht es vorwärts, sondern ganz generell mit dem Grünen Teppich. Nur zweieinhalb Monate nach dessen Markteinführung stimmten die Vorstandsmitglieder der Bildung einer Arbeitsgruppe zu. Diese soll an der Delegiertenversammlung im Frühjahr 2020 bereits Ideen für die konkrete Umsetzung der zweiten Phase präsentieren. «Das entspricht auch dem Versprechen der Charta – nachhaltige Milch muss sich weiterentwickeln», sagt Stefan Kohler. Die Arbeitsgruppe wird sich in den kommenden Wochen das erste Mal treffen und erste Vorschläge für eine mögliche Stossrichtung machen.
Richtpreis bleibt stabil
Der Richtpreis für A-Milch bleibt auch im ersten Quartal 2020 bei 71 Rappen je Kilogramm franko Rampe. «Der Markt und der Preisindex sind stabil, von daher war keine Anpassung angezeigt», sagte Stefan Kohler am Mittwoch.

