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Alt-Nationalrat De Buman präsidiert neu die Freiburger Alpkäseproduzenten

Alt-Nationalrat Dominique de Buman ersetzt bei den Freiburgischen Alpkäseproduzenten den Präsidenten René Kolly.

Wegen der Corona-Pandemie wurde die 22. Generalversammlung der Freiburgischen Genossenschaft der Alpkäseproduzenten im Frühjahr auf dem Korrespondenzweg durchgeführt. Am vergangenen Freitag versammelten sich nun rund 40 Produzenten und Behördenvertreter beim Käsekeller La Tzintre zur Verabschiedung von René Kolly.

Gute Qualität beim Alpkäse Gruyère AOP und Vacherin Fribourgeois AOP

Die Genossenschaft sieht sich als Botschafterin für den Alpkäse Gruyère AOP und Vacherin Fribourgeois AOP, erläuterte René Kolly. Im Kanton Freiburg wurden im Sommer 2019 insgesamt 151 634 kg Gruyère und 80 369 kg Vacherin Fribourgeois produziert. Die durchschnittliche Taxierung beim Gruyère betrug 19,07 Punkte von maximal 20 Punkten, beim Vacherin waren es 19,01 Punkte. Gut zwei Drittel der Produktion wurden durch die Genossenschaft vermarktet. Dem Bruttoertrag von 2,6 Mio Fr. stehen Ausgaben von 1,9 Mio Fr. gegenüber. Die Bruttomarge zur Deckung der Personal- und Betriebskosten beträgt 700 000 Franken. Die Gewinn- und Verlustrechnung 2019 schliesst mit 1052 Franken Verlust. Die Sommerproduktion 2020 verlief gut. Im Reifekeller lagern zurzeit 4600 Laibe Gruyère und 3113 Laibe Vacherin Fribourgois, berichtete Sekretärin Jocelyne Cotting.

Fünf Jahre als Präsident geamtet

Nach 40 Jahren Dienst der Käsewirtschaft fand René Kolly es an der Zeit, zurückzutreten. Nach fünf Jahren im Präsidium bei der Genossenschaft der Alpkäseproduzenten, übergab er dieses Amt in andere Hände. Für seine Nachfolge kontaktierte er Alt-Nationalrat Dominique de Buman, der zusagte. «Der brillante Politiker ist ein Freund der Berge und deren Bevölkerung, speziell der Alpwirtschaft. Er ist ein langjähriges Mitglied der Genossenschaft und hat besondere Beziehungen zum Tourismus und zur Politik», betonte Kolly. De Buman sei deshalb die richtige Person für das Präsidium und er freue sich, ihn in dieser Funktion vorzustellen.

Platzprobleme im Reifekeller

Nach dem protokollarischen Akt umriss Präsident Dominique de Buman die aktuelle Situation der Genossenschaft. Beim Corona-Stillstand im Frühsommer gingen die Verkäufe zurück, erholten sich aber ab Juli wieder, fasste er zusammen. In seinem Ausblick deutete de Buman an, dass die Lagermöglichkeiten im Reifekeller ausgeschöpft seien, und man sich mit einer Vergrösserung des Kellers befasse. «Wir müssen aber sicher sein, dass sich der Markt weiter entwickelt», mahnte er im Hinblick auf die Sicherstellung der Finanzierung des Erweiterungsbaus. Grossratspräsidentin Kirthana Wickramasingam und Landwirtschaftsdirektor Didier Castella würdigten die Arbeit der Alpkäseproduzenten sowie jene der Genossenschaft.

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