Barto ist mit365FarmNet ein digitaler Hofmanager, mit dem alle Vorgänge auf dem Feld und im Stall dokumentiert und ausgewertet werden können. Grundfunktionen können mit kostenpflichtigen Bausteinen ergänzt werden und die dazugehörigen Apps erleichtern die täglichen organisatorischen Arbeiten. Urs Kneubühler aus Ufhusen nutzt die Chancen der Digitalisierung auf seinem Betrieb für Dokumentation, Datenauswertung, Arbeitserleichterung und Produktivitätssteigerung.
Was hat Sie dazu bewegt, Barto einzusetzen?
Urs Kneubühler: Ich war offen gegenüber der Digitalisierung. Auf meinem Betrieb mit Natura-Veal-Mutterkuhhaltung, Mastschweinen und Ackerbau habe ich vor drei Jahren mehrere Programme ausprobiert. Bei Barto sagen mir der verständliche Aufbau und der günstige Preis zu.
Wie nutzen Sie den digitalen Hofmanager heute?
Ich nutze den Feldkalender und das Wiesen- und Auslaufjournal für meine Aufzeichnungen. Meine Mutterkuhherde ist in drei Gruppen eingeteilt und wird dementsprechend auch separat geweidet. Ich wähle die entsprechenden Schläge an, ordne die Gruppe zu und bestätige die Eingabe. Ein Vorteil ist, die Weidetage werden bis auf Widerruf weitergeführt, was an hektischen Tagen verhindert, dass die «Kreuze» vergessen gehen. Aber Achtung, beim Wechsel der Parzelle muss dies angepasst werden, ansonsten weidet es dort nur noch auf dem Papier. Die Deckungsbeiträge berechne ich weiterhin in der Buchhaltung und nicht im Feldkalender.
Welche Bausteine werden noch eingesetzt?
Die Fruchtfolge- und Anbauplanung und die Suisse-Bilanz. Bei der Suisse-Bilanz erstelle ich mir jeweils eine Planbilanz. Dies, um mir einen Überblick zu verschaffen, da wir den Betrieb doch mit einer gewissen Intensität führen. Die Anwendung ist einfach und gut verständlich. Die definitive Bilanz rechnet aber nach wie vor der Futtermittellieferant. Der Tierverkehr mache ich über SmartCow, welches mir sehr viel Möglichkeiten bietet: Gesundheitsdaten der Herde, Behandlungsjournal, Brunst und Abkalbedaten und alles wird im Kalender nachgeführt.
Werden auch Daten direktim Stall oder auf dem Feld erfasst?
Ich nutze auf meinem Handy die Barto-Prairie- und 365Crop-Apps für die Eingaben meiner täglichen Arbeiten. So kann ich eine Schnittnutzung oder andere Massnahmen, wie Güllen, direkt bei der Arbeit notieren. Dies geht schnell und leicht von der Hand. Wie oft benutzt man das Smartphone für Unwichtigeres? (schmunzelt). Besonders schätze ich, dass heute die Eingaben auch offline gemacht werden, wenn ich gerade kein Internet habe. Die Auswertungen schaue ich mir dann am Büro-PC an.
Welche Vorteile bringt die Digitalisierung auf Ihrem Betrieb?
Weniger Papierkrieg. Die Daten habe ich mit dem Handy immer dabei und muss nicht im Büro nachschauen. Sind die Daten einmal im Barto eingegeben, werden sie überall nachgeführt. Wertvoll finde ich den Import der Parzellen vom Kantonssystem Lawis. Auch vom neuen Baustein «Datenaustausch Kantonssysteme» verspreche ich mir Vorteile. Langfristig erwarte ich eine administrative Erleichterung.
Welche Tipps haben Sie für Berufskollegen, welche mit Barto einsteigen möchten?
Zu Beginn gibt es schon einen Mehraufwand, bis alle Stammdaten des Betriebes im Barto eingegeben sind. Sind die Parzellen einmal vom Kantonssystem übernommen, dann können diese von Jahr zu Jahr übernommen werden. Es braucht eine gewisse Selbstdisziplin, damit immer alles zeitnah eingetragen wird. Das Programm ist nur so gut, wie man es bewirtschaftet. Den gläsernen Landwirt gab es eigentlich schon vorher, allerdings liegt die Datenhoheit bei Barto beim Nutzer.
Aktuelle BBZN-Kurse zum Thema: Digitalen Hofmanager Barto einrichten, ab 31. Januar – die ersten Schritte mit Barto – wir zeigen wie. Smart Farming – BLS-Modul ab 24. Februar: www.bbzn.lu.ch/kurse

