Bisher von Privaten getragen: Die Kantone sollen die Rehkitzrettung regeln
Drohnen seien eine starke Störquelle für Wildtiere, sagt das Bafu und will die Kantone mit der Regelung der Rehkitzrettung aus der Luft beauftragen. Der Tierschutz schlägt vor, das Prinzip des Vereins Rehkitzrettung Schweiz als Standard zu nehmen.Dieses Jahr steigen 10 vom Schweizer Tierschutz (STS) finanzierte Drohnen in die Luft, 2023 waren es noch deren sieben gewesen. In einer Mitteilung bezeichnet der Tierschutz-Dachverband die Rehkitzrettung mit Wärmebildkamera aus der Luft als die sicherste Methode. Die STS-Multikopterflotte werde vom Verein Rehkitzrettung Schweiz eingesetzt.
Über 6000 Tiere gerettet
Dank der STS-Drohnen seien 2023 292 Rehkitze vor der Mähmaschine gerettet worden. Insgesamt haben laut Mitteilung im vergangenen Jahr 531 Teams an über 5000 Einsatztagen in der ganzen Schweiz mehr als 6000 Kitze retten können. «Rehkitzrettung ist immer Teamarbeit zwischen Landwirten, Drohnenpiloten und Jägern», hält der STS fest.
Schon Wiese und Kräfte
Der Tierschutz-Dachverband lobt die Rehkitzrettung per Drohne nicht nur als sichere Methode, sondern auch als schonend – sowohl für den Wiesenbestand als auch für die menschlichen Kräfte. Denn aus der Luft lasse sich ein Feld von zwei bis drei Hektaren in 20 bis 30 Minuten absuchen, wobei Anfahrt, Auspacken und Einrichten der Drohne bereits eingerechnet seien.

