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Gut geprüft in die Winterpause: So werden die Maschinen fit für die nächste Saison

Wer seine Maschinen und Geräte jetzt gründlich kontrolliert, erkennt Verschleiss und Schäden rechtzeitig. So lässt sich die verfügbare Zeit im Frühjahr für den Einsatz statt für Reparaturen nutzen.

Nach der Saison ist vor der nächsten Saison. Bevor Maschinen und Geräte in die Winterpause gehen, lohnt sich deshalb ein genauer Blick. Reinigung, Kontrolle und Wartung helfen dabei, Verschleiss rechtzeitig zu erkennen, kleine Schäden zu beheben und notwendige Ersatzteile frühzeitig zu bestellen.

Die folgenden Schritte zeigen, worauf es beim Wintercheck ankommt. Von der Reinigung bis zur sicheren Einlagerung.

Spätestens wenn die Scheinwerfer am Traktor Wimpern bekommen, ist es Zeit für eine gründliche Reinigung. (Bild: «die grüne» / Gil Rudaz)

Sauber machen

Erde, Pflanzenreste und Staub setzen sich während der Saison auch an schwer zugänglichen Stellen fest. Eine gründliche Reinigung schafft deshalb die Grundlage für den weiteren Check und macht mögliche Schäden, Verschleiss und Leckagen sichtbar.

  • Erde und Pflanzenreste gründlich entfernen.
  • Schwer zugängliche Stellen und Zwischenräume reinigen.
  • Gelenke und Lagerbereiche freilegen.
  • Maschine anschliessend vollständig trocknen lassen.

Check: Jetzt sind Schäden und Leckagen sichtbar.


Ein genauer Blick lohnt sich: Kleine Schäden, lose Verbindungen oder undichte Stellen lassen sich jetzt in Ruhe erkennen und beheben. (Bild: ©Igor Barilo – stock.adobe.com)

Genau hinschauen

Nach der Reinigung folgt die Sichtprüfung. Jetzt geht es darum, den allgemeinen Zustand der Maschine zu erfassen und Auffälligkeiten frühzeitig zu erkennen. Ein Rundgang um die gesamte Maschine hilft, auch kleine Schäden nicht zu übersehen.

  • Risse und Verformungen prüfen.
  • Lose oder fehlende Schrauben kontrollieren.
  • Schutzvorrichtungen auf Beschädigungen prüfen.
  • Rost- und Lackschäden erkennen.
  • Auf Öl- und Fettspuren achten.

Check: Auffälligkeiten markieren und später gezielt prüfen.


Verschleissteile wie Zinken, Schare oder Räder auf Abnutzung und zulässiges Verschleissmass prüfen. (Bild: «die grüne» / Pia Neuenschwander)

Verschleissteile prüfen

Verschleissteile sind dafür ausgelegt, Belastung und Abrieb aufzunehmen. Nach der Saison lohnt sich deshalb ein genauer Blick: Entscheidend ist nicht nur, ob ein Teil verschlissen ist, sondern ob es noch innerhalb der zulässigen Verschleissgrenze liegt.

  • Schare und Spitzen prüfen.
  • Zinken kontrollieren.
  • Messer und Schlegel prüfen.
  • Abstreifer kontrollieren.
  • Walzen und Verschleissplatten prüfen.

Check: Grenzmasse des Herstellers beachten.

Tipp: Verschleissteile lieber im Winter bestellen als beim ersten Einsatz im Frühjahr.


Das Innenleben von landwirtschaftlichen Geräten ist oft komplizierter als gedacht. Mit der richtigen Wartung bleiben sie einsatzfähig. (Bild: «die grüne» / Gil Rudaz)

Antrieb und Lager kontrollieren

Antrieb und Lager sind während der Saison hohen Belastungen ausgesetzt. Spiel, ungewöhnliche Geräusche, ungleichmässiger Lauf oder sichtbare Schäden können auf Verschleiss oder einen Defekt hinweisen.

  • Gelenkwelle und Schutz kontrollieren.
  • Kreuzgelenke und Schiebestücke prüfen.
  • Ketten und Kettenräder kontrollieren.
  • Riemen auf Zustand und Spannung prüfen.
  • Lager und Dichtungen kontrollieren.

Check: Spiel, Lauf und Zustand prüfen.


Hydraulikschläuche und Verbindungen auf Scheuerstellen, Beschädigungen und Leckagen prüfen. (Bild: ©Schlegelfotos – stock.adobe.com)

Auf Hydraulik und Verbindungen achten

Hydraulikleitungen und Verbindungen sind während der Saison hohen Belastungen ausgesetzt. Scheuerstellen, Knicke, beschädigte Schläuche oder undichte Stellen sollten deshalb frühzeitig erkannt und behoben werden.

  • Hydraulikschläuche kontrollieren.
  • Auf Scheuer- und Knickstellen achten.
  • Kupplungen prüfen.
  • Zylinder und Dichtungen kontrollieren.
  • Bolzen und Sicherungen prüfen.

Check: Auf Beschädigungen und Leckagen achten.


Eine Akkufettpresse macht das Abschmieren von Maschinen komfortabler. (Bild: Bosch)

Fetten und schmieren

Nach Reinigung und Kontrolle werden die vorgesehenen Schmierstellen versorgt. Dabei gilt: Nicht zu viel und nicht zu wenig – entscheidend sind die Vorgaben des Herstellers und der passende Schmierstoff.

  • Lager schmieren.
  • Bolzen und Gelenke versorgen.
  • Gelenkwelle schmieren.
  • Schiebestücke kontrollieren und schmieren.
  • Ketten schmieren, sofern vorgesehen.

Check: Schmierstellen nach Herstellerangabe abarbeiten.


Schweissarbeiten erledigen, damit die Maschine im Frühjahr wieder einsatzbereit ist. (Bild: «die grüne» / Pia Neuenschwander)

Reparieren und Ersatzteile besorgen

Jetzt wird aus der Kontrolle eine To-do-Liste. Was beschädigt oder verschlissen ist, sollte möglichst vor der Winterpause ersetzt oder repariert werden. Auch benötigte Ersatzteile lassen sich jetzt in Ruhe bestellen – damit im Frühjahr alles bereitsteht.

Ersetzen

  • Messer, Schare, Zinken, Lager

Reparieren

  • Rahmen, Halterungen, Hydraulik, Schutzvorrichtungen

Bestellen

  • Verschleissteile, Bolzen und Sicherungen, Ersatzteile für die nächste Saison

Check: Reparaturen dokumentieren.


Sauber, trocken und geschützt: In der Maschinenhalle überwintern die Geräte bis zum nächsten Einsatz. (Bild: «die grüne» / Pia Neuenschwander)

Konservieren und einlagern

Ist alles geprüft, repariert und geschmiert, geht es in die Winterpause. Eine saubere und trockene Lagerung schützt die Maschine vor Korrosion, Feuchtigkeit und unnötiger Belastung. So bleibt sie bis zum nächsten Einsatz in gutem Zustand.

  • Lackschäden ausbessern.
  • Blanke Metallstellen vor Korrosion schützen.
  • Bewegliche Teile konservieren.
  • Maschine trocken abstellen.
  • Riemen entspannen.
  • Anbaugerät sicher und möglichst entlastet abstellen.

Check: Winterfest? Dann kann die nächste Saison kommen.

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