Am Muotitaler Alpchäsmärcht wurde gekäst, gewagt und gewonnen

Die Alpkäser nahmen am Muotitaler Alpchäsmärcht die Maskenpflicht in Kauf und verkauften 4,8 Tonnen Käse. Rund 8000 Käsefans lockte der Markt 2021 an.

Nach Rücksprache mit den Alpkäser(innen) sagte sich der Vorstand der IG Muotitaler Alpchäsmärcht: «Wer wagt, gewinnt. Wir wollen Käse verkaufen», und entschied sich für die Durchführung. Das hat sich rückblickend mehr als gelohnt, wie OK-Präsident Christian Föhn gegenüber der BauernZeitung bestätigte: «Wir mussten zwar alles Showmässige wie Schaukäsen oder den Unterhaltungsabend streichen, dafür durften wir unsere vielfältigen Alpprodukte verkaufen.»

Gut die Hälfte verkauft

8000 Käsefans deckten sich an den 16 schön geschmückten Alpkäseständen mit 4800 Kilo Käse ein. Dies entspricht gut der Hälfte der Absatzmenge in den besten Alpchhäsmärcht-Jahren. Nebst Alpkäse gab es vielfältige Produkte aus dem bäuerlichen Umfeld zu kaufen, so zum Beispiel Süssmost oder Muotathaler Fleischspezialitäten. Die Festwirtschaft im halb offenen Festzelt wurde am Samstagvormittag durch starke Windböen abgedeckt, ansonsten herrschte Wetterglück.

Gemäss Christian Föhn wurden die meisten Alpen im Schnitt zwei Wochen später bestossen als üblich. «Es war ein nasser Sommer mit viel Regen und ein schöner, trockener Herbst. Zum Glück gab es in der ganzen Gemeinde keine grossen Unwetter und keinen Hagel», sagte Föhn.

Kleine Koppeln im Trend

Es liege in der Region im Trend, bei der Bestossung der Weiden nur noch kleine Koppeln zu machen, hat Föhn beobachtet. Dies sei möglich, weil sich das Zaunmaterial dank Bändern und Kunststoff-«Stüdli» vereinfacht habe. Auch auf seiner Alp Planggstock habe er auf diese Weise gezäunt und es habe dadurch weniger Trittschäden gegeben als früher.

«Es gab keine Unwetter in der Gemeinde.»

Die Alpsaison war gemäss OK-Präsident Christian Föhn ganz anständig.

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