Das Kabelnetz ist nicht die einzige Möglichkeit, eine Verbindung zum Internet herzustellen. Auch über das Mobilfunknetz oder über Satellit kann auf das Netz zugegriffen werden. Das hat aber zum Teil seine Tücken.
Internet übers Mobilfunknetz
Wenn das Internet über den Kabelanschluss schlecht ist, aber der Mobilfunkempfang gut, bietet sich die Möglichkeit an, das Handy über die mobilen Daten als WLAN-Modem zu benutzen. Dafür kann auf dem Gerät ein sogenannter «Hotspot» eingerichtet werden. Je nach Mobilfunkanbieter gibt es aber eine limitierte Datennutzung oder eine Drosselung der Geschwindigkeit. Hier gibt es mehr Infos dazu. Es gibt für den gleichen Zweck auch Modems, in die eine SIM-Karte eingelegt wird. Der Kassensturz hat vor einigen Jahren solche Modems getestet. Bei beiden Möglichkeiten hängt aber die Geschwindigkeit der Verbindung stark vom Ort und vom Anbieter oder auch von der Tageszeit ab.
Nützliche Links:
Richtfunk
Nennt sich auch Langstrecken-WLAN. Die Alternative zum Glasfaseranschluss kann ganze Regionen mit Internet erschliessen, sie eignet sich besonders für abgelegene Siedlungen, wo der Ausbau mit Glasfaser nicht möglich oder zu kostenintensiv ist.
Als Internetquelle dient jeweils ein Glasfaser-Anschluss, ein Internet Anschluss eines Kabelnetzbetreibers oder das Mobilfunknetz. Als Ergänzung für zusätzliche Kapazität kann auch das Satelliten-Internet (Starlink) beigezogen werden. Vom diesem Ausgangspunkt aus werden die Funkwellen gebündelt in Richtung einer Empfängerstation in der nicht erschlossenen Region ausgesendet. Strecken von bis zu 100 Kilometer können so überwunden werden. Der Sichtkontakt mit der Gegenstelle muss jedoch gegeben sein. Von dort aus kommen weitere, kleinere Empfänger und Sender zum Zug, um die Haushalte mit Internet zu versorgen. Nachteil: Es fallen höhere Installationskosten an.
Nützliche Links:
- Ganze Schweiz: Smaro GmbH
- Kanton Bern: ICT-Plus
- Kanton Obwalden: Tele Alpin
- Region Zürich Oberland/Winterthur: Antanet
- Region Brugg: Immensys
- Kanton Appenzell Ausserrhoden: Arkomm
Satelliten-Internet
Mithilfe einer Antenne, ähnlich wie bei Satelliten-TV, wird eine Verbindung zum Internet hergestellt. Der Unterschied zur TV-Antenne ist, dass sie nicht nur empfangen muss, sondern auch Daten versendet (Upload), daher können bestehende Satellitenanlagen für den TV-Empfang nicht für den Internetempfang genutzt werden, umgekehrt können aber Internet-Satellitenanlagen gleichzeitig für den TV-Empfang benutzt werden. Beim Satelliten-Internet gibt es eine Zeitverzögerung, deswegen eignet es sich nicht zum Spielen von Online-Games. Meist ist das Datenvolumen pro Monat begrenzt und je höher das abonnierte Datenvolumen ist, desto höher ist der Abopreis. Ein Abo für Satelliten-Internet ist ab etwa 50 Franken bis 120 Franken pro Monat erhältlich. Dazu kommt die Installation und Anschaffung einer entsprechenden Antenne (einige hundert Franken). Es gibt Angebote unter anderem von Astra oder Starlink.
Nützliche Links:
Soviel Internet braucht es...
Die Bandbreite, das heisst die Geschwindigkeit eines Internet-Anschlusses, wird in Mbit/s gemessen. Wieviel für einen Haushalt nötig ist, kommt erstens darauf an, wofür die Internetverbindung genutzt werden soll. Im Internet surfen und E-Mails versenden braucht weniger Bandbreite als das Teilnehmen an Videokonferenzen und das Streamen von Videos in HD-Qualität. Zweitens braucht es eine umso höhere Internetgeschwindigkeit, desto mehr Leute im Haushalt das Internet nutzen. Das Seco nennt für das Streamen eines Films in Ultra-HD eine Mindest-Bandbreite von 15 Mbit/s. Für die Einrichtung eines Videokonferenzsystems im Unternehmen seien ebenso schnell über 20 Mbit/s nötig. Im Vergleich benötigt das Versenden einer E-Mail laut Seco mindestens 1 Mbit/s mit Anhängen. Laut Experte reicht eine Bandbreite von 30 Mbit/s für eine Familie mit Kindern.

