Der Bauernverband Obwalden hat 27 Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer mit mindestens fünf Jahren im Dienst der Obwaldner Land- und Alpwirtschaft geehrt.
Zweites Zuhause in den Bergen
Mit viel Herzblut, Engagement und unermüdlichem Einsatz zieht es die Geehrten in die geliebte und teils abgeschiedene Bergwelt. Über die Sommermonate ist es das zweite Zuhause, in den Bergen, weg von der Hektik des Alltags im Tal. Die Natur mit den Tieren bestimmt den Alltag. Im Frühjahr kann man die wunderbar erwachende Natur in ihrer Blütenpracht hautnah erleben.
Kommen die Tiere der Meistersleute aus dem Tal, ist dann der Alltag geprägt vom Umgang mit den Tieren. Die einen melken Kühe und verwerten die Milch zu Käse und anderen Milchprodukten, andere schauen zu grossen Herden von Rindern, welche von verschiedensten Bauern aus dem Tal den ganzen Sommer liebevoll umsorgt werden. Alle haben das gleiche Ziel. Die Tiere im Herbst gesund zurück ins Tal zu geben.
Gemeinsam 420 Jahre Dienstjahre für die Landwirtschaft
All die fleissigen Hände vereinen zusammen über 420 Jahre, welche sie im Dienst der Land- und Alpwirtschaft im Angestelltenverhältnis mit viel Loyalität gegenüber den Arbeitgebern geleistet haben. Es sind nicht die grossen Löhne, nein, vielmehr ist es die Liebe zur Natur und zu der hiesigen Bergwelt, sich in die Dienste der Land- und Alpwirtschaft zu stellen.
Diplome und Präsente wurden überreicht
Der Bauernverband überreichte allen Geehrten ein Diplom für die wertvollen Verdienste. Alle, die über zehn Jahre dem gleichen Arbeitgeber ihre Schaffenskraft zur Verfügung gestellt hatten, erhielten ein Präsent.
Zum Anlass gesellte sich auch Volkswirtschaftsdirektor Daniel Wyler. In seinem Grusswort bedankte sich der Regierungsrat und schlüsselte das Wort «Dienstbotenehrung» auf: Im Dienst des Arbeitgebers, das Umsorgen der Tiere und Verrichten der gestellten Aufgaben. Aus «Boten» abgeleitet Botschafter, gegenüber der Allgemeinheit, für die hiesige Land- und Alpwirtschaft, die Landschaft und die daraus gewonnenen Produkte. Ehrung: Ehre, wem Ehre gebührt. Es sei in der heutigen Zeit keine Selbstverständlichkeit mehr, so viele Dienstjahre, ja gar mehrere Jahrzehnte beim gleichen Arbeitgeber zu erbringen.
Auszug aus den Ehrungen
49 Alpsommer: Pia und Walter Durrer, Korp. Schwendi/Dürrenboden; 35: Brigitte und Kobi Burch-Huser, Alp Rossboden; 31: Ida und Urs Müller-Stalder, Alp Arnischwand-Zyflucht; 30: Sonja und Thomas Schnider, Alp Fluonalp; 21: Bruno Riebli, Alp Schwendeli; 20: Theres und Daniel Enz, Alp Hohgeren/Loo; 18: Theres und Beat Vogler Sachseln, Alp Rämsiboden; Sigi Michel, Alp Gruebi-Widderfeld; 15: Daniela und Reto Kathriner-Felder, Alp Steinwurf und Honegg; 14: Josef Müller, Gumi und Alp Müllerenschwand; Helen und Hans Vogel-Wicki, Alp Bad und Schlierental; 13: Ernst von Rotz, Alp Wolfetsmatt; Denise und Roland Halter, Alp Dörsmatt/Zwirchi; Rita und Bruno Kathriner-Enz, Alp Dörsmatt/Zwirchi; 12: Walter Achermann, Alp Schwantelen; Walter Burch, Alp Schwantelen; Tanja und René Langensand, Alp Ebenmatt; Josef Röthlin, Herrschwand und Alp Schwandholz; 11: Karin und Rees Gasser-Kündig, Alp Ruedsperi.

