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Porträt: "Es riecht nach Wald und Humus"

Schweinebauer Samuel Bütikofer und Milchbauer Daniel Aeschlimann setzen auf ihrem Hof Mikroorganismen ein. Seitdem sind üble Gerüche passé und die Tiere leiden weniger an Krankheiten.

Hier stimmt etwas nicht, möchte man sich denken, wenn man auf den Betrieb von Schweinebauer Samuel Bütikofer fährt. Im Schweinestall in Kleinbösingen FR grunzen die Schweine, daneben dampft der Mist. Aber in der Luft liegt der Geruch von frischem Gras. Salvatore Terranova weiss warum. Der Produktmanager der Firma Bioma hält ein Emissionsmessgerät in den Mist von Schweinebauer Bütikofer und misst «0,0 ppm». Ein Indiz dafür, dass hier schon lang kein stinkendes Ammoniak mehr freigesetzt wird.

Mikroben gegen Ammoniak

«Seit neun Monaten probiere ich ein Produkt der Firma Bioma aus», erzählt Samuel Bütikofer während er an seinem Kaffee nippt. «Das Produkt enthält laut Herstellerangaben spezielle Mikroorganismen und Enzyme, die das stinkende Ammoniak eliminieren und bisher hat es geklappt. Wie Sie riechen können, gibt es nichts zu riechen», entgegnet er grinsend der Redaktorin der BauernZeitung.

In einem Schweinestall lässt sich normalerweise ein Gehalt von 20 ppm Ammoniak messen, erzählt Salvatore Terranova, während er seine Messungen auf dem Betrieb von Samuel Bütikofer fortsetzt. «Ein Gehalt, der für Tiere nur ungesund sein kann.» Jeden Monat fährt ein Aussendienstmitarbeiter der Firma Bioma auf Bütikofers Hof vor, misst den Ammoniakgehalt und bringt in jeden einzelnen Quadratmeter des Schweinestalls das «Wundermittel» Kopros aus. «Das muss monatlich erfolgen, damit die Wirkung der Mikroorganismen erneuert wird», erklärt Terranova. Aber nicht nur das Ammoniak wird eliminiert, sondern auch der Stress der Tiere, ist sich Samuel Bütikofer sicher. «In meinem Schweinestall gibt es keine Schwanzbeisser und Atemwegsprobleme mehr. Die Tiere wirken sehr viel entspannter, weil der Gestank endlich weg ist.»

Weniger Mortalität im Stall

Auch haben sich Darmverdrehungen reduziert. «Vorher hatte ich jede Woche ein bis zwei Darmverdrehungen. Jetzt kommt es vielleicht nur noch einmal im Monat vor», so der Schweinebauer. «Die pathogenen Bakterien wie E. coli werden von den guten Mikroorganismen, die in Kopros stecken, verdrängt. Wir stellen wieder ein gesundes Gleichgewicht her», wirft Bioma-Vertreter Salvatore Terranova ein. Gleichzeitig werde das Immunsystem der Tiere gestärkt, was die Mortalitätsrate nach unten drücke. Das bestätigt auch Bütikofer: «Obwohl wir schon vorher wenig Antibiotika eingesetzt haben, konnten wir es nochmals reduzieren.» Salvatore Terranova geht weiter und misst den Ammoniakgehalt nun bei den Vormastferkeln. Hier ist der Gehalt grad an der Grenze mit 2 ppm. «Aber kein Wunder, nach drei Wochen ist bald schon wieder eine Behandlung fällig», erklärt der Bioma-Vertreter.

Gesundes Umfeld schaffen

Durch die Behandlung der Ställe wird automatisch auch die Gülle mitbehandelt. Die kann Samuel Bütikofer ohne Bedenken für seinen Acker einsetzen, denn «die Gülle stinkt nicht mehr». Das sei angenehmer auf dem Hof, aber auch für die Nachbarn, sagt er erfreut. Auch der Miststock neben dem Schweinestall stinkt nicht mehr: «Seit etwa sechs Monaten wird er mit Mikroorganismen behandelt. Er kompostiert und riecht jetzt deshalb nach Stroh.»

Für den Schweinebauer lohne sich der Einsatz trotz hoher Einsatzkosten: «Pro Jahr gebe ich Fr. 7200.- für die Behandlung mit Kopros aus. Doch wegen der positiven Wirkung auf die Gesundheit meiner Tiere spare ich hier wieder Kosten für Antibiotika, Tierarzt und Ausfälle durch Infektionen ein.» Beispielsweise würde allein schon eine Darmverdrehung bei acht bis zehn Tieren pro Monat Kosten von etwa Fr. 2000.- generieren.

Es riecht nach Wald

Nicht nur Schweinebauern profitieren von der Wirkung. Daniel Aeschlimann hält Milchvieh, Pferde und Ziegen auf seinem Hof in Barberêche FR. Seit zirka 10 Jahren setzt er Kopros ein und hat ebenso gute Erfahrungen gemacht: «Meine Tiere sind gesünder – meine Mastkälber haben so gut wie keine Lungenentzündungen mehr und pro Kuh erhalte ich mit 8000 kg Milch pro Jahr und 60 is 80 1000) Zellen pro ml eine top Milch», erzählt Aeschlimann stolz, während wir zu den Pferdeställen gehen. Den Mist in den Pferdeboxen habe der Landwirt seit etwa sechs Jahren nicht mehr gewechselt. Er hebt ein Stück vom Stroh auf und hält ihn der Redaktorin unter die Nase. Es stinkt nicht nach Mist, muss sie überrascht feststellen. Im Gegenteil – hier riecht es nach Wald und Humus.

Kopros – das Produkt

Kopros ist ein Produkt aus dem Hause der Schweizer Firma Bioma. Die Firma entwickelt biologische Verfahren zur Beseitigung von Ammoniak und zur umweltfreundlichen und nachhaltigen Verbesserung des Lebensumfeldes der Tiere.

Wirkung von Mikroben

Kopros setzt sich zusammen aus aeroben und fakultativ anaeroben Mikroorganismen, die den Abbauprozess organischen Materials beschleunigen und die Freisetzung des giftigen Ammoniakgases verhindern – Ammoniak wird in bioverfügbare, stickstoffhaltige Formen umgewandelt. Dadurch wird unter anderem das Arbeits- und Lebensumfeld der Tiere verbessert, die Ursache von Atem-, Verdauungs- und anderen Problemen – durch Unterdrückung von koliformen Bakterien – reduziert, Düngemittel schneller humifiziert und Insekten in Ställen beseitigt. Gülle und Mist können nach einer Behandlung sofort verwendet werden.

Anwendungsbereiche

Kopros wird als Sprühapplikation in Stallungen für Gross- und Kleinvieh und in Pferdeboxen, aber auch auf Fest- und Flüssigmist eingesetzt. Das Produkt wird von einem der Aussendienstmitarbeiter ausgebraucht. Dabei sind der Ausbringungszeitpunkt sowie die Dosierung entscheidend für die Wirkung.

Weitere Informationen:
www.bioma.com

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