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Generationenwechsel: Stabübergabe beim Rebgut Jäger in Hüttwilen

Christian Jäger gibt seinen Betrieb nach 30 Jahren an seinen Sohn Daniel weiter. Damit steht die dritte Generation in den Startlöchern. Die Eltern planen aber, ihren Sohn und dessen Gattin auch in Zukunft tatkräftig zu unterstützen.

«Ich durfte den elterlichen Betrieb mit 30 Jahren übernehmen und freue mich, dass ich diesen nun nach 30 Jahren meinem 30-jährigen Sohn übergeben darf», sagt Christian Jäger. Auch seine Gattin Edith ist glücklich, dass sie das Rebgut Jäger im thurgauischen Hüttwilen an Sohn Daniel und dessen Frau Rahel übergeben können. Diese übernehmen das Rebgut in dritter Generation. «Wir bleiben dem Betrieb noch lange erhalten und unterstützen die junge Generation weiterhin», sagt Edith Jäger.

Aufgabe der Milchwirtschaft zugunsten des Rebbaus

1991 übernahm Christian Jäger zusammen mit seiner Frau Edith den «Haldenhof», welcher über eine landwirtschaftliche Nutzfläche von 35 Hektaren verfügt. Der Anbauboom von Reben und die massive Nachfrage nach einheimischen Weinen führten bereits im Jahr 1981 dazu, dass der Milchwirtschafts- und Ackerbaubetrieb in den Weinbau einstieg.

Nebst den beiden Hauptsorten Müller-Thurgau und Blauburgunder werden Pinot Gris, Merlot und Dacapo auf einer Fläche von 529 Aren kultiviert. 2001 wurde die Milchviehhaltung aufgegeben, nicht zuletzt auch wegen der ständig gestiegenen Auflagen und Anforderungen bezüglich der Stallbauten.

Stall zur Wystube umfunktioniert

Der Einstieg in die Gästebetreuung kam nicht zufällig. «Aufgrund der damals bereits sehr angespannten Lage auf dem Weinmarkt mussten wir neue Absatzmöglichkeiten suchen. Deshalb entschieden wir uns, im ehemaligen Stall eine Wystube einzubauen», erinnert sich Christian Jäger an das Jahr 2004 zurück.

Die neuen, sehr angenehm gestalteten Räumlichkeiten kamen gut an. Mit viel Herz und Leidenschaft bauten Edith und Christian Jäger diesen neuen Betriebszweig auf und aus. Einen weiteren Meilenstein setzten Edith und Christian Jäger 2012: Ihr Betrieb wurde zu einem der fünf Volg-Erlebnishöfe im Seebachtal.

Erlebnis- und Eventbetrieb

Seither ist das Rebgut Jäger Teil der «Volg Naturena – Natur nah erleben». Auf dem Erlebnishof finden regelmässig spannende und gesellige Veranstaltungen statt. Zudem werden auf dem Hof, auf dem auch verschiedene Kleintierarten gehalten werden, Ausstellungen und Anlässe organisiert sowie Rebberg-Führungen angeboten.

Die Jägers sind Gastgeber für viele Familienfeste, Gruppenfeiern und Firmenanlässe. «Immer wieder werden von unseren Gästen das gemütliche Ambiente, der Blick in die offene Flur und die ideale Lage mit prächtiger Aussicht geschätzt und gelobt», sagt Christian Jäger.

Schwieriger Start für die neuen Betriebsleiter

Mit Rahel und Daniel Jäger folgen zwei motivierte und gut ausgebildete neue Betriebsinhaber. «Wir freuen uns sehr auf unsere Zukunft mit neuen Herausforderungen sowie auf die weiterhin tatkräftige Unterstützung unserer Eltern», zeigen sich die beiden zuversichtlich. Doch der Start ist wegen der aktuellen Corona-Situation nicht einfach. Normalerweise finden auf dem Weingut 80 bis 100 Anlässe pro Jahr statt. Bereits im vergangenen Jahr machte Corona diesem Betriebszweig einen gewaltigen Strich durch die Rechnung.

«Wir haben bereits viele Gäste persönlich kennenlernen dürfen und freuen uns, diese auch weiterhin als treue Kunden und Gäste begrüssen zu dürfen», halten die Nachfolger fest. Die urchige Weinstube bietet Platz für bis zu 80 Gäste. Zusätzlich kann auch noch die Scheune genutzt werden, so dass Gesellschaften von bis zu 160 Gästen möglich werden.

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