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Ein schönes Jubiläum für die routinierte Milchwägerin Trudi Gerber

Seit 30 Jahren ist die Milchwägerin schon im Einsatz. Verleidet ist es ihr bis heute nicht.

Als Milchwägerin übt Trudi Gerber aus Huttwil im Kanton Bern schon 30 Jahre diese verantwortungsvolle Tätigkeit aus. Dadurch kennt sie die meisten Bauernfamilien und deren Kühe auf den Höfen in der Gemeinde Huttwil. Besondere Höhepunkte sind für die Milchkontrolleurin, wenn sie eine 100'000er-Kuh wägen kann.

Viele Kontakte mit Bauernfamilien sind geknüpft worden

«Es war und ist für mich eine ideale Beschäftigung und ich lernte so die Bauernfamilien kennen. Die wertvollen Kontakte schätze ich immer wieder aufs Neue», stellt Trudi Gerber fest. Aktuell ist die Milchwägerin auf neun Betrieben im Einsatz. Für sie sei es praktisch, die Arbeit frühmorgens zu verrichten, so könne sie den Tag danach für sich planen.

Sie stehe gerne frühmorgens auf und geniesse dabei die herrliche Natur. Auch Wind und Wetter stören sie nicht, denn ihre Tätigkeit sei ja im Stall und dort scheine mit den Kühen fast immer die «Sonne».

Ein grosser Wandel wurde vollzogen

«Der Wandel im Milchwägen, der in den 30 Jahren stattgefunden hat, ist für mich das grösste Erlebnis», erkennt Trudi Gerber. Sie habe dabei immer wieder gelernt, flexibel zu sein und neue Herausforderungen anzupacken. So hatte sie zu Beginn ihrer Tätigkeit noch einiges an Schreibkram zu erledigen, heute bediene sie das Tablet.

Aber auch auf den Bauernhöfen wurde der hölzerne Melkstuhl vielerorts abgelöst. Trudi Gerber kennt vom Standeimer mit einem Aggregat bis zum Melkstand und der Absauganlage alles. «Die Zeit zum Milchwägen wird kürzer, aber es sind dafür sogar mehr Tiere», erkennt sie. Gefragt sei dabei ein exaktes Arbeiten; auch wenn alles schneller gehen würde, müssen die Daten doch genau stimmen. Der Nebenerwerb brachte der Milchwägerin stets grosse Befriedigung. Früher war sie froh um den finanziellen Zustupf in die Familienkasse, heute schätze sie das verdiente «Sackgeld». Einige Wechsel von Betriebsleitern hat sie in der Milchwägerzeit erlebt, teilweise sei nun schon die dritte Generation am Werk.

Ein grosser Dank an die Viehzuchtvereine

«Ich bin dankbar, dass ich die Kraft geschenkt bekommen habe, meine vielfältigen Aufgaben zu bewältigen. Ein Dank geht aber auch an den Viehzuchtverein und dessen Mitglieder, die mir das Vertrauen schenken», sagt Trudi Gerber deutlich. Das Milchwägen mache ihr Freude und manchmal gebe es auch ganz spezielle Erlebnisse.

Auf dem Betrieb von Fritz und Marianna Walther konnte Trudi Gerber im Jahre 2007 die erste 100'000er-Kuh wägen. In ihrem 30. Milchwägerjahr mit «Benita» schon die dritte 100'000er-Kuh in diesem Stall. Trudi Gerber will weiterhin mit viel Engagement und Fleiss mit ihrer verantwortungsvollen Arbeit weiterfahren. Ganz sicher wissen dies auch die Kühe und deren Besitzer sehr zu schätzen.

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