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Beim Baumfällen muss einiges beachtet werden

Andrea Ramseyer lernt, wie man seine Kameradinnen und Kameraden im Wald vor fallenden Bäume in Sicherheit bringen muss.

Am 11. Oktober 2021 startete der Holzerkurs auf dem Inforama Rütti in Zollikofen. Ein beliebter Kurs für angehende Junglandwirte und Junglandwirtinnen. Der Basiskurs «Holzernte E 28» bietet uns Unerfahrenen und Teilerfahrenen Kenntnisse von Holz­erntearbeiten, um diese sicher und korrekt auszuführen. Unter der Woche werden wir beurteilt und es wird uns eine Note gesetzt, welche wir mitnehmen an unsere Lehrabschlussprüfung.

Strähl, ein anderes Wort für Bund

Jedes Fällen eines Baumes läuft nach einem genauen Schema ab. Als erstes wird die Baumart bestimmt. Mein erster Baum war eine Rottanne. Zudem beurteilen wir, ob er Fäulnis oder Verletzungen aufweist. Als nächstes wird geschaut, in welche Richtung wir den Baum fallen lassen wollen, wohin das Gewicht der Tanne geht und welche Gefahren dadurch entstehen könnten. Nach der Inspektion und dem Markieren mit Pfeilen wird die Fallkerbe herausgeschnitten. Der Bund, auch «Strähl» genannt, wird markiert und das Schnittvorgehen mit Holzerkreide oder der Motorsäge angezeichnet. Ein ganz wichtiger Punkt ist es nun, die Sicherheitsvorkehrungen zu treffen.

Zwei Mal «Achtung» muss reichen

Es werden mindestens zwei Personen auf doppelte Baumlänge geschickt, um allenfalls den Weg oder sonstige Stellen abzusperren. Nun bestimme ich für mich, nach der Beurteilung von Druckgewicht und Fallneigung der Tanne, einen Rückzugsort. Ich hole mir die Bestätigung der anderen Kamerad(innen) ein und rufe ein lautes «Achtung» durch den Wald und beginne zu sägen. Bevor der Baum fällt, rufe ich ein zweites Mal und ziehe mich so schnell wie möglich mit meiner Säge zum Rückzugsort zurück und beobachte, wie die Tanne mit voller Wucht zu Boden prallt. Ein eindrücklicher Moment, verbunden für mich mit einem Gefühl von Stolz.