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Vegi-Initiative in den Startlöchern

Umweltaktivistin Franziska Herren will nächste Woche eine neue Initiative lancieren: Schweizer Bauern sollen mehr pflanzliche und weniger tierische Lebensmittel produzieren. Zudem soll der Nettoselbstversorgungsgrad auf mindestens 70 Prozent erhöht werden. 

Wie die «Sonntagszeitung» in ihrer heutigen Ausgabe schreibt, liegt der Initiativ-Text bei Franziska Herren in Wiedlisbach BE «fixfertig» auf dem Tisch. Die Initiative verlangt, dass ein Selbstversorgungsgrad von 70 Prozent in der Bundesverfassung festgelegt wird. Um dies zu erreichen, sollen auf den Ackerflächen mehr Lebensmittel für Menschen und weniger Futtermittel für Nutztiere angebaut werden.

Mehr pflanzliche Lebensmittel

Sie wolle mehr Ausgewogenheit zwischen der Produktion von tierischen und pflanzlichen Lebensmitteln herstellen, schreibt die Sonntagszeitung zu Herrens Zielen und zitiert aus dem Argumentarium der Initiative: «Mittlerweile leben fast doppelt so viele Tiere wie Menschen in der Schweiz.» Für Herren seien die Nutztierbestände «massiv überhöht».

Eine Annahme der Initiative würde eine Einschränkung der Tierhaltung bedeuten. Denn heute wird über die Hälfte des Ackerlands für den Futtermittelanbau genutzt.

Anreize statt Verbote

Die Initiative will ihr Ziel mit Anreizen erreichen: über Direktzahlungen, Forschung und Ausbildung. «Heute fliessen 82 Prozent der Agrarsubventionen in die Produktion von tierischen Lebensmitteln und nur 18 Prozent in den Pflanzenbau», sagt Franziska Herren in der Sonntagszeitung. «Mit den Subventionen muss die nachhaltige, klimabewusste und ressourceneffiziente Produktion von pflanzlichen Lebensmitteln, statt die übermässige Produktion und der übermässige Konsum von tierischen Lebensmitteln gefördert werden.»