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US-Wahlen: Die amerikanischen Farmer könnten mit beiden leben

Der gewählte amerikanische Präsident Joe Biden ist bei den US-Landwirten bis anhin weniger beliebt als der Vorgänger Donald Trump, aber das könnte sich bald ändern.

Vor wenigen Tagen ist der Demokrat Joe Biden bekanntlich zum neuen Präsidenten der USA gewählt worden. Dies dürften viele amerikanische Landwirte und Rancher ohne grosse Begeisterung zur Kenntnis genommen haben. Zwar hat ihnen Trumps aggressive Handelspolitik einige Probleme beschert. Die Regierung zeigte sich in den letzen Jahren allerdings auch sehr grosszügig mit Entschädigungen für die entgangenen Erträge aus Sojaexporten nach China.

Kutteln putzen in Washington

Gleichzeitig liegen die Republikaner der ländlichen Bevölkerung eher mehr, als die städtisch geprägten Demokraten. Diese haben vor allem an den beiden stark bevölkerten Küsten ihre grossen Wählerbasen. Auf dem Land konnte man gut leben mit der hemdsärmeligen Art von Trump, der denen in Washington einmal so richtig die Kutteln putzen wollte, was allerdings nicht ganz einfach ist, wenn man selber mitten in diesem Establishment sitzt. Trotzdem dürfte es Trump gelungen sein, den Grossteil der Farmer und Rancher erneut hinter sich zu scharen.

Ungeachtet dessen erhielt der designierte neue Präsident Gratulationen von den wichtigsten Bauernverbänden. Am erwartungsvollsten äusserte sich die 1902 gegründete National Farmers Union (NFU), welche die oft auch kleineren Familienbetriebe vertritt. Für diese waren die vier Trump-Jahre kein Zuckerschlecken: «Überproduktion, zügellose Konzernkonsolidierung, Handelskonflikte und der Klimawandel haben die Rohstoffpreise hartnäckig niedrig gehalten, wodurch die Verschuldung der Landwirte in die Höhe geschnellt ist und die Zahl der Konkurse zugenommen hat», bilanziert Präsident Rob Larew in einer Medienmitteilung.

NFU erinnert Biden an seine Versprechen

Der NFU-Präsident zeigt sich optimistisch, dass Biden seine Wahlkampfversprechen wahr machen wird. Biden hatte unter anderem zugesagt, dass er im Falle einer Wahl die Breitbandversorgung auf dem Land und die Förderung für von der Landwirtschaft produzierte Treibstoffe ausbauen wolle.

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