Ständerat gegen Notzulassung für Insektizid gegen Zuckerrüben-Virus

Für das Insektizid Gaucho gegen die Viröse Vergilbung gibt es keine Notzulassung. Das hat der Ständerat entschieden. Das Geschäft geht noch an den Nationalrat.

Zuckerrübenbauern in der Schweiz müssen auf eine Notzulassung des verbotenen Neonicotinoids «Gaucho» verzichten. Der Ständerat hat am Dienstag eine entsprechende Standesinitiative diskussionslos abgelehnt. Das Geschäft geht in den Nationalrat.

In Frankreich gilt Notbewilligung

Eine Standesinitiative aus dem Kanton Freiburg verlangt gleich lange Spiesse für den Schweizer Zucker. Die Notzulassung hätte für drei Jahre gelten sollen, solange, bis die Forschung zur Bekämpfung der virösen Vergilbung Lösungen aufzeigt. Die Landwirte in zehn Ländern der Europäischen Union (EU), darunter Frankreich, hatten 2020 eine Notbewilligung für den Einsatz des umstrittenen Mittels erhalten.

Der Rat folgte indes seiner vorberatenden Kommission und wies das Begehren ab.

Alternativprodukte zugelassen

Zwar hätten die Rübenpflanzer insbesondere im Jahr 2020 beachtliche Einbussen erlitten, würdigte Kommissionssprecher Peter Hegglin (Mitte/ZG) die Probleme in diesem Bereich. Der Bund habe jedoch unterdessen zwei Alternativprodukte zugelassen - nach einem Runden Tisch mit Akteuren der Branche und von Umweltschutzorganisation ins Leben gerufen.

Zudem seien auch in der Forschung Fortschritte erzielt worden im Hinblick auf die Züchtung von resistenteren Sorten. Damit habe sich die Ausgangslage deutlich verbessert. Imker und Umweltschützer stellen sich der Forderung der Schweizer Rübenpflanzer vehement entgegen, weil Neonicotinoide ein Risiko für die bestäubenden Insekten sind.

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