Schweiz beabsichtigt intensiveren Austausch mit Russland im Landwirtschaftsbereich

Der Bundesrat will in den Bereichen Handel, Pflanzengesundheit und Veterinärwesen enger mit Russland kooperieren. Das Land ist ein wichtiger Handelspartner von Agrarprodukten.

Mit der Unterzeichnung einer nicht rechtsverbindlichen Absichtserklärung wollen die Schweiz und Russland ihre Zusammenarbeit im Agrarbereich ausbauen, meldet der Bundesrat in einer Mitteilung. Die Absichtserklärung betreffe den bilateralen Handel mit landwirtschaftlichen Gütern und solle einen vermehrten Austausch zu gesetzlichen Grundlagen und Zulassungsbedingungen für landwirtschaftliche Produkte in beiden Ländern erlauben. Sie soll bis spätestens im Frühling unterzeichnet werden, teilt das BLW auf Anfrage mit.

Schutz für geographische Herkunftsangaben

Mit der Absichtserklärung biete sich der Schweiz auch ein Instrument, andere Themen besser anzusprechen. Dies betreffe beispielsweise die Exportzulassung von neuen Betrieben im Milch- und Fleischbereich sowie der Schutz von geographischen Herkunftsangaben, so der Bundesrat. Bereits heute kooperiere die Schweiz mit Russland auf dem Gebiet der landwirtschaftlichen Forschung.

Grosser Exportmarkt für Agrarprodukte

Russland ist laut Bundesrat nach der EU, den USA, dem UK, Japan und Kanada der sechsgrösste Exportmarkt für Agrarprodukte aus der Schweiz. Die Ausfuhren von landwirtschaftlichen Produkten nach Russland würden sich auf etwa 250 Millionen Franken pro Jahr belaufen.

Weiterlesen

  • Die Gründung der Swiss Future Farm vor vier Jahren war eines der Grossprojekte, welches Martin Huber als Direktor des BBZ Arenenberg mitgestaltet hat.

    «Das Anfangen und das Aufhören haben mich immer begleitet»

    Martin Huber hat als Direktor des BBZ Arenenberg viel bewegt. Auf Ende Januar 2022 geht er in Pension.
    Show more
    ABO
  • Weil Landwirtschaft eigene Lösungen braucht

  • Der Kampf um den Gruyère-Käse ist eröffnet