Österreich: Sieben Monate für sieben verhungerte Kälber

Ein 24-jähriger Österreicher wurde verurteilt, weil er sieben Kälber verhungern und verdursten liess. Einige weitere überlebten nur knapp.

Der junge Mann hatte keine landwirtschaftliche Ausbildung. Wie OÖNachrichten berichtet, handelt es sich um einen Zimmermann, mir dem Traum, Bauer zu werden. Sein Versuch dazu endete aber ganz und gar nicht gut.

Kein geeigneter Stall, kein Tierarzt

Im vergangenen Jahr soll er auf ein Grundstück für 9'000 Euro gekauft haben, wobei er eigentlich gar nicht über das Geld dafür verfügt habe. Dort baute der Zimmermann Baracken, in die er 80 Kälber einquartierte. Seine Konstruktionen waren aber laut OÖNachrichten nicht als Stall geeignet, schon gar nicht im Winter.

Als einige Kälber krank wurden, holte ihr junger Besitzer keinen Tierarzt zu Hilfe.

Anklage wegen Betrugs und Tierquälerei

Im März wurden dann sieben Kälber tot aufgefunden. Einige andere hätten laut Amtstierarzt gerade noch gerettet werden können. Vor Gericht gab der wegen Betrugs und Tierquälerei Angeklagte alles zu, er sei überfordert gewesen und habe das Ganze unterschätzt.

Mindestens einen Monat lang hielt er die Kälber

Allerdings versuchte er auch, die Verantwortung für den Tod der Tiere auf den Verkäufer zu schieben. Der Zimmermann behauptete nämlich, er habe die Kälber nur einige Tage bei sich gehabt, bevor die gestorben seien. Diese Aussage konnte jedoch widerlegt werden. Er könne sich nicht so genau erinnern, wich er danach aus, als man ihn vor Gericht mit Beweisen konfrontierte.

Geldstrafe und bedingte Haft

Am Ende fiel das Urteil: Eine Geldstrafe von 300 Tagessätzen à fünf Euro und sieben Monate bedingte Haft.

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