Die EU sagt der Käfighaltung den Kampf an

Die EU-Kommission will einen Gesetzesvorschlag zur Abschaffung der Käfighaltung vorlegen, nachdem eine europäische Bürgerinitiative genug Unterschriften dafür gesammelt hat. Das solle bis 2023 geschehen, teilte die Brüsseler Behörde am Mittwoch mit.

Konkret geht es um Legehennen, Sauen, Kälber, Kaninchen, Junghennen, Masthähnchen, Legetiere, Wachteln, Enten und Gänse. «Tiere sind fühlende Geschöpfe», betonte Stella Kyriakides, Kommissarin für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit.

8,2 Millionen Tiere in Käfigen

Es werde geprüft, ob es realistisch sei, dass die Vorschriften bis 2027 in Kraft treten. Damit könnte das Begehren der Bürger 15 Jahre nach Start der Initiative Realität werden. In Deutschland leben nach Angaben der Bürgerinitiative noch weit mehr als 8,2 Millionen Tiere in Käfigen. Dies entspreche einem Anteil von 86 Prozent der in Käfigen gehaltenen Nutztiere.

Die Schweiz als Vorbild

Seit über 30 Jahren ist die Batteriehaltung von Legehennen in der Schweiz verboten. 2019 besuchten Experten aus Kanada, Brasilien und Nordamerika deshalb unter anderem das Aviforum und einen Schweizer Betrieb, um von den Erfahrungen hiesiger Fachleute und Landwirte zu profitieren. Mehr über den Besuch lesen Sie hier.

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  • Auf dem Hof Gallipool in Frasses konnten die internationalen Teilnehmer Schweizer Stallysteme mit eigenen Augen sehen. (Bild Melina Gerhard)

    Käfigfrei dank Schweizer Experten

    Die Schweiz war Pionierin, als sie vor mehr als 30 Jahren die Batteriehaltung von Legehennen verbot. Noch immer leben weltweit viele Legehennen in Batteriehaltung, insbesondere in Nord- und Südamerika. Um europäische System kennenzulernen statteten Experten aus den USA, Kanada und Brasilien auch der Schweiz einen Besuch ab.
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