Thema: Meinung

Pflanzenschutz: Gift ist Gift, auch wenn es zugelassen ist – wie gehen wir damit um?
Bei der Beurteilung der potenziellen Schädlichkeit muss man sich auf die Zulassungsstellen verlassen. Es gibt aber auch unternehmerische Freiheit im Pflanzenschutz – und diverse Risiken. Das Bundesamt für Landwirtschaft will etwas verändern.
Zieht das Kind aus dem Elternhaus aus, liegen Freud und Leid nahe beieinander
Mit 22 Jahren sind 50 Prozent aller jungen Erwachsenen ausgezogen. Der Auszug des Kindes bedeutet für die ganze Familie eine Veränderung – Freiheit und Abenteuer treffen dabei auf Fragen nach Nähe, Kontakt und auch Trauer.
Wenn aus Fülle ein Problem wird: Die Schweizer Landwirtschaft im Würgegriff der Überproduktion
126 Millionen Kilo Milch zu viel, Schweineschlachtungen über Zielmarke, Weinlager randvoll: Die Schweizer Landwirtschaft kämpft mit massiver Überproduktion. Während die Politik mit Ertragsprämien noch mehr Produktion fördern will, kündigt der Suisseporcs-Präsident seinen Rücktritt an. Eine unbequeme Analyse von Simone Barth: Über Verantwortung, Marktversagen und die Frage, wer die Rechnung bezahlt.
Ablass per Zertifikat – und die Landwirte bleiben der Sündenbock
50'000 Menschen flogen an den Klimagipfel nach Brasilien – und gelten dank CO₂-Zertifikaten dennoch als «klimaneutral». Der Vergleich mit dem mittelalterlichen Ablasshandel liege nahe, schreibt Viktor Dubský in seiner Analyse.
Pioniere sind Wegweiser, keine Strassenbauer – Trotzdem lohnt es sich, ihnen zu folgen
Verschiedene Preise ehren pionierhafte Landwirt(innen) – absolut zu Recht. Denn man kann von ihnen lernen, was möglich ist. Und daraus Schlüsse ziehen für die Umsetzung unter den eigenen, individuellen Bedingungen.
99 Rappen fürs Brot – wer zahlt den Preis wirklich?
Chefredaktorin Simone Barth findet: Das 99-Rappen-Brot ist kein Schnäppchen. Es ist ein Signal – und keines, das gut für Bäcker, Bauern oder die Qualität unserer Grundversorgung ist. Wer den Preis drückt, drückt damit auch Werte.
Der fatale Super-GAU mit der hodenlosen Super-Sau: Jetzt muss klar kommuniziert werden
Wer glaubt, dass in der Schweizer Landwirtschaft nur über Stallbau und Futtermittel gestritten wird, wurde in den letzten Tagen eines Besseren belehrt. Der «NZZ»-Artikel über Crispr/Cas bei Schweinen hat die Debatte um Gentechnik in der Tierhaltung auf ein neues Level gehievt – und einmal mehr zeigt sich: Kommunikation kann in dieser Branche ein Super-GAU sein.
Wir haben nicht zu viele Kühe – wir haben nur die «falschen»
Die Herden werden kleiner, die Milchleistung pro Tier steigt, die Fleischproduktion ist rückläufig. Simone Barth findet, die Viehzucht muss auf Effizienz, Robustheit und Doppelnutzung ausgerichtet werden – so wie internationale Vorbilder es mit der «Kuh der Zukunft» zeigen.
Wenn alles Geschmacksache ist – was gibt es dann noch zu schützen?
In der Schweiz stehen die alpine Landwirtschaft und das Landschaftsbild vor Herausforderungen: Während Influencer die reizvolle Bergwelt feiern, drohen wirtschaftliche Interessen und moderne Projekte, die traditionelle Kulturlandschaft zu gefährden. Ein breiter politischer Konsens ist gefragt.
Die Paloxen-Krise: Wenn Planung und Praxis auseinanderfallen
Die Menge an Paloxen wurde laut der Fenaco-Tochter Inoverde genau kalkuliert, trotzdem fehlen laut Berichten aus der Praxis tausende Kisten. Die Paloxen-Knappheit ist nicht nur ein logistisches Problem, sondern ein Spiegelbild der aktuellen Macht- und Verantwortungsverteilung innerhalb der Strukturen, schreibt Simone Barth in ihrer Analyse.