Luzi Schneider, Schweizerische Fachstelle für Zuckerrübenbau
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Bombastische Erträge, ein erfolgreiches Zuckerrübenjahr
Gute Erträge, wenig kranke Rüben - das Zuckerrübenjahr 2025 war ein voller Erfolg. Fürs Anbaujahr 2026 gibt es drei neue Sorten.
Schöne Zuckerrüben mit Potenzial
Die Zuckerrüben präsentieren sich nach den Niederschlägen von den vergangenen Wochen in einem prächtigen Grün. Nach wie vor sehr erfreulich ist, dass schweizweit der Cercospora-Blattflecken-Druck sehr gering ist.
Erste Cercospora-Blattflecken entdeckt
Die warm-feuchten Verhältnisse begünstigen das Auftreten der Blattkrankheit. Eine Behandlung darf nur erfolgen, sobald die Bekämpfungsschwelle erreicht ist. Diese ist in den nächsten zehn Tagen zu erwarten.
Die Zuckerrüben schliessen endlich die Reihen
Ein Reihenschluss vor dem längsten Tag verspricht ein ansprechendes Jahr. Wer noch nicht den letzten Herbizidsplit durchführt hat, sollte diesen unbedingt noch machen. Vorsicht ist geboten bei gestressten Rüben.
Die Zuckerrüben erhalten einen Wachstumsschub
In Parzellen mit Bodenkrusten sollten Hackgeräte zum Einsatz kommen, um noch vorhandene Krusten zu lösen. In den meisten Regionen steht die Abschlussbehandlung mit Herbiziden an. Zudem sind schweizweite Behandlungen gegen die Grüne Pfirsichblattlaus angesagt.
Die Grüne Pfirsichblattlaus breitet sich aus
Die Westschweizer Kantone sowie Bern, Solothurn, Aargau und Luzern haben bereits erste Warnungen ausgesprochen. Sobald die Bekämpfungsschwelle erreicht ist, müssen Insektizide eingesetzt werden. Dabei ist auf die kantonalen Bestimmungen zu achten.
Sorge um die Zuckerrüben
Wegen des schlechten Wetters drohen die Zuckerrüben zu verkümmern. Befinden sie sich noch im heiklem Stadium, sind sie für Bodenschädlinge ein willkommenes Fressen. Denn Force verliert seine Wirkung nach drei Wochen.
Die Erdkruste wird zum Hindernis für die auflaufenden Zuckerrüben
Um die Keimlinge nicht weiter zu stressen, sollte auf Zusätze im ersten Herbizidsplit verzichtet werden, empfiehlt Luzi Schneider, Geschäftsführer der Schweizerischen Fachstelle für Zuckerrübenbau.
Frost? – Noch kein Grund zur Panik
Es besteht momentan keine Gefahr für Frostschäden an den Zuckerrüben. Von einer Herbizidbehandlung wird derzeit abgeraten.
Übereilte Saaten machen wenig Sinn
In den vergangenen Tagen wurde ein Teil der Zuckerrüben gesät. Alle, die bis jetzt nicht säen konnten, müssen zwingend Geduld haben. Denn nasse Bodenverhältnisse können die Zuckerrüben an einem regelmässigen Feldaufgang hindern. Nach den Niederschlägen am Wochenende dürften sich wieder diverse Möglichkeiten zum Säen bieten.