Lindner ist der einzige Traktorenhersteller weit und breit, der Standardtraktoren mit Vierradlenkung baut.
Im Jahr 2014 wurde diese Bauweise mit dem Lintrac 90 erstmals präsentiert. Mit einem stufenlosen Getriebe und der Vierradlenkung wurden gleich zwei Besonderheiten in einem Traktor vereint. Der Spezialtraktor für die Grünland-Bewirtschaftung hat sich mit seiner guten Wendigkeit bewährt – im Berggebiet, aber auch in anderen Einsatzgebieten wie beispielsweise dem Obstbau.
Die Vierradlenkung ist eine Option, die fast immer bestellt wird, wie das Tiroler Familien-Unternehmen erfreut bekannt gab.
Ende September 2018 präsentierten die Tiroler am Lindner-Kompetenzzentrum in Blotzheim F die neusten Entwicklungen. Eine davon war das Lindner-Kompetenzzentrum selbst. Die Niederlassung im Elsass, vor den Toren von Basel, bedient den französischen, den Westschweizer und den süddeutschen Markt.
«In diesen Gebieten sehen wir ein grosses Marktpotenzial. Mit der Niederlassung sind wir näher an den Kunden dran», so David Lindner, der für Marketing und den Export zuständig ist.
Seit dem Sommer 2018 wird als weiteres Model der Lintrac 110 produziert. Er hat bei einem Gesamtgewicht von 8 Tonnen eine Nutzlast von 3,5 Tonnen. Der Perkins-Motor leistet 113 PS und ein maximales Drehmoment von 450 Nm bei 1400 U/min.
Der stärkere Lintrac ist mit einer gefederten Vorderachse erhältlich. Er kann auf einem Betrieb die allermeisten Aufgaben übernehmen, mit einem Frontlader sogar jene eines grösseren Hofladers. Als Zweittraktor auf einem Grossbetrieb ist der Lintrac 110 prädestiniert für Pflanzenpflege-Arbeiten.
Eine weitere Lindner-Innovation ist das TracLink-System. Damit werden Aufbaugeräte für den Unitrac-Transporter oder Anbaugeräte für den Traktor mit einem Chip ausgerüstet. Im Chip gespeichert sind die Daten für die erforderliche Geräteeinstellung wie die Zapfwellendrehzahl, die Hydraulikleistung usw.
Diese Angaben werden automatisch auf den Traktor übertragen und am Terminal angezeigt, wenn das Gerät angebaut wird. Damit wird die Gefahr reduziert, dass Geräte falsch bedient werden.
In einer weiteren Ausstattung soll das System noch weiterentwickelt werden. Dann wird es mit einer Bestätigung am Terminal möglich, dass sich der Traktor selbstständig auf die vorgeschlagenen Gerätevorgaben einstellt.
Der Chip im TracLink-System erfasst die Arbeitsstunden von Anbaugeräten exakt, wodurch deren Wartung genau eingehalten werden kann.