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Vorsicht bei Kadaverentsorgung: Damit Krankheiten nicht mit nach Hause kommen

In den Kadaversammelstellen werden auch kranke Tiere und Wildtiere deponiert. Die Benützung der Sammelstelle durch SchweinehalterInnen sollte also vorsichtig erfolgen. So ist beispielsweise eine Reinigung von Schuhen, Händen und Wanne vor Ort wichtig und richtig.

Dass Besucher nur unter Einhaltung von Hygienemassnahmen im Schweinebetrieb empfangen werden, ist bekannt. Um den Eintrag von Erkrankungen zu vermeiden, werden vom Betriebsleiter Einwegkleidung und Stiefel zur Verfügung gestellt.

Beim Umgang mit der Entsorgung von Kadavern sieht es leider anders aus. Dieser erfolgt oft unbewusst unvorsichtig. Nur wenige Betriebsleiter sind sich darüber im Klaren, dass in den Kadaversammelstellen auch kranke Tiere und Wildtiere (zum Beispiel im Ausland erlegte Wildschweine) deponiert werden. Aus diesem Grund legen wir den LandwirtInnen einen bewussten Umgang mit der Benützung von Tierkörpersammelstellen ans Herz.

Kadaver müssen zügig aus dem Stallbereich entfernt und bis zur Entsorgung kühl und hygienisch gelagert werden. Suchen Sie die Kadaversammelstelle erst nach Abschluss der Stallarbeiten auf. Im Umgang mit Kadavern immer Handschuhe tragen. Für einen hygienischen Transport eignen sich gut verschliessbare Behälter, die einfach gereinigt und desinfiziert werden können. Die Stallschuhe bleiben zu Hause. Wählen Sie separate, gut zu reinigende Schuhe, und verwenden Sie zusätzlich Überzieher, die vor Ort entsorgt werden können. Wanne und Hände werden vor Ort gewaschen und desinfiziert, gefolgt von einer Dusche mit Kleiderwechsel zu Hause.

Hinweise zum Umgang mit Kadavern stehen im SGD-Merkblatt «Umgang mit Kadavermaterial in Schweinebetrieben».