Im Rahmen einer Semesterarbeit wurden die Schlachtdaten von über 7 Millionen Mastschweinen aus den Jahren 2022 bis 2025 ausgewertet. In einem weiteren Schritt wurden diese Daten mit einer Auswertung
von 2010 bis 2013 verglichen.
Heutzutage werden die Schweine mit knapp 90 kg geschlachtet – zirka 3,5 kg schwerer als früher. Dies deckt sich mit der dementsprechend erhöhten Preismaske der Abnehmer. Der durchschnittliche Magerfleischanteil (MFA) ist in dieser Zeit um 0,4 % auf 57,1 % angestiegen. Die Tiere sind im Vergleich zu 2010 bis 2013 also schwerer und haben trotzdem einen höheren MFA.
Bezüglich der Saisonalität lässt sich das bekannte Sommertief bei Schlachtgewicht und MFA immer noch erkennen, wenn auch etwas abgeschwächt. Insgesamt treffen heute mehr Schweine den optimalen Bereich in den Preismasken der Abnehmer als vor 15 Jahren. Das bedeutet weniger Abzüge und mehr Tiere im Bereich des MFA-Zuschlags (in der Regel 54 % bis 60,4 %).
Welche Hebel können angesetzt werden, damit noch mehr Schweine dieses Optimum erreichen? Eine Tierwaage unterstützt, um den Gewichtsbereich zu treffen. Der MFA kann mit verschiedenen Massnahmen optimiert werden. Mit einer Phasenfütterung lässt sich der Fleisch- und Fettansatz deutlich besser steuern. Falls die Tiere häufig «zu fett» werden, sind ein tieferes Schlachtgewicht, eine geschlechtsgetrennte Mast oder eine angepasste Energiezufuhr mögliche Massnahmen. Das Ziel für die nächsten 15 Jahre wäre schliesslich eine weiterhin positive Entwicklung in diesen Bereichen.

