Warum lohnt sich eine Wetterversicherung und welche Schäden sind abgedeckt?

Das Wetter hat 2026 verschiedentlich Schäden hinterlassen. Agronom Lukas Kneubühler von der Mobiliar erklärt das Versicherungsangebot.

Das Wetter zählt zu den grössten Risiken eines Landwirtschaftsbetriebs. Hagel, Trockenheit, Frost und Elementarereignisse wie übermässiger Regen oder Sturm können Bäuerinnen und Bauern einen dicken Strich durch die Ernte machen. In solchen Fällen hilft die Wetterversicherung.

Eine Bilanz zu 2026

Dieser Sommer geht als einer der trockensten der letzten Jahrzehnte in die Geschichte der Schweiz ein: enorm hohe Temperaturen und viel zu wenig Regen sorgten in weiten Teilen der Schweiz für ausgetrocknete Böden. Hinzu kamen mehrere Hagelzüge, die ebenfalls gravierende Schäden an landwirtschaftlichen Kulturen verursachten. Vor allem die ausgeprägte Trockenheit betraf die Ackerkulturen stark und führte zu Ernteausfällen, insbesondere bei Kartoffeln, Zuckerrüben und Mais. Etwas weniger betroffen waren die Getreide- und Rapsfelder: Diese Kulturen konnten weitgehend geerntet werden, bevor die lange Trockenperiode Einzug hielt.

Was ist versichert?

Die Wetterversicherung deckt Ernteausfälle aufgrund von Frost, Hagel, Trockenheit, Überschwemmung, übermässigem Regen, Schneedruck, Erdrutsch und Sturm. Versichert werden können einjährige Kulturen wie Getreide, Raps, Mais, Kartoffeln und Zuckerrüben. Auch Sonnenblumen, Sojabohnen oder Futterrüben sowie mehrjährige Kulturen wie Grasland und Reben sind im Angebot. Die Mobiliar deckt bis zu 80 Prozent des Ertrags, den Landwirtinnen und Landwirte bei einer normalen Ernte erhalten hätten. Die Prämienhöhe hängt von verschiedenen Faktoren ab, wie der versicherten Kultur, der Grösse des Feldes oder der Versicherungssumme. Eine Beratung vor der nächsten Anbausaison lohnt sich.

Die Meldung eines Schadens erfolgt digital. Nach Eingang der Online-Schadenmeldung werden bestimmte Parameter miteinander verglichen. Etwa die Wetterdaten des Schadenorts mit dem Wachstumsstadium der versicherten Kultur. So können wir bei der Mobiliar die Verletzlichkeit der Kultur und das Schadenausmass rasch ermitteln und für zügige Auszahlungen sorgen.

Der Bund zahlt mit

Wetterextreme setzen die Schweizer Landwirtschaft unter Druck. Der Bund beteiligt sich deshalb seit einem Jahr an den Kosten einer Ernteversicherung und übernimmt bis zu 30 Prozent der Prämien für die Risiken Trockenheit und Frost. Voraussetzung dafür ist ein Selbstbehalt von mindestens 15 Prozent der Versicherungssumme. Diese Massnahme ist auf acht Jahre befristet. Mehr Infos gibt es beim Versicherungsberater oder auf der Webseite des Bundesamts für Landwirtschaft.

Weiterlesen