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Rübenrüssler: Die Larven sind bereits im Juni tief in die Rübenkörper eingedrungen

Die heissen und trockenen Bedingungen haben dem Rübenrüssler in diesem Jahr optimale Bedingungen geboten. Auf zahlreichen Parzellen sind die Larven bereits tief in die Rübenkörper eingedrungen. Durch die Frassgänge können Pilze und Bakterien eindringen, Rüben faulen und im schlimmsten Fall ganze Bestände verloren gehen.

Viele Parzellen, die ohne Insektizid­behandlung in den heissen Sommer gingen, zeigen teilweise massiven Befall mit Rübenrüsslerlarven. Diese sind bereits im Juni tief in die Rübenkörper eingedrungen. Die Bedingungen bei der Eiablage der Weibchen ab Ende Mai waren optimal, sodass man früh von einem massiven Befall ausgehen musste. Trockenheit und Hitze haben dieses Schadbild gefördert.

Die ersten Larven haben sich bereits Mitte Juli verpuppt, sind dann aus den Rüben geschlüpft und bilden nun die zweite Generation. Diese Jungtiere machen den Reifungsfrass am Blattgrün. Daher findet man zahlreiche durchlöcherte Blätter im gesamten Feld. Ab September werden die Rübenrüssler in ihre Winterquartiere am Feldrand, in der Hecke oder am Waldrand zurückwandern. Das grösste Problem sind jetzt die durchlöcherten Rüben, wo sogenannte Sekundärparasiten wie Pilze und Bakterien eindringen können. Im schlimmsten Fall droht Fäulnis bis zum Totalausfall. Erste Parzellen wurden bereits aufgegeben und die verfaulten Rüben untergepflügt. Es besteht keine explizite Verpflichtung, verfaulte Rüben zu ernten. Denn faule Rüben sind qualitativ nicht mehr für die Verarbeitung in der Zuckerfabrik bestimmt. Einzelkulturbeiträge werden trotzdem ausbezahlt. Dazu müssen die Flächen beim Kanton abgemeldet werden.

Behandlungen mit Acetamiprid gegen den Rübenrüssler haben aber gute Wirksamkeit gezeigt. Vor allem,
wenn die Behandlung nicht zu spät, also ab Ende Mai, erfolgt ist. In diesen Parzellen sind nur wenige Frassgänge zu finden. Der Antrag für die Not­zulassung kam genau im richtigen Moment. Glücklicherweise haben die Produzenten auch entsprechend reagiert. Vor der geplanten Ernte sollen die eigenen Felder auf Frass und Fäulnis kontrolliert werden. Bei starkem Fäulebefall muss man die Rüben aufgeben und die Ernte absagen.

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