Eine zweite Gülle-Gabe ist bei Schossbeginn, in der Regel bis Mitte April empfehlenswert, um eine starke Reduktion der Bestockungstriebe zu verhindern. Empfohlen sind 30 bis 40 m3 Gülle / ha.
Vorsicht beim Einsatz von Recyclingdünger: Seit 2021 dürfen im Bio-Landbau nur Gärgülle und Kompost verwendet werden, welche biozertifiziert und somit in der Betriebsmittelliste aufgeführt sind.
Dinkel neigt zu Lagerung bei zu hoher Stickstoffgabe und muss deshalb zurückhaltend gedüngt werden.
Ende März bis Mitte April ist es sinnvoll, die Bestände noch ein bis zwei Mal zu striegeln. Neben der Bekämpfung von kleinen Unkräutern hat der Striegel einen günstigen Einfluss auf die N-Mineralisation im Boden.
Anfang März 2022 war es zwar sehr sonnig und trocken, allerdings waren die Böden noch sehr kalt. Im Biolandbau ist es entscheidend, dass sich die Frühlingskulturen rasch entwickeln, um dem Unkraut davon zu wachsen. Bei Sonnenblumen empfiehlt es sich, bis ca. Mitte April zu warten.
Für die Zuckerrübensaat sind Bodentemperaturen von 5 Grad anzustreben, was meistens erst ab April der Fall ist.
Sommerhafer und Sommerweizen verträgt dagegen eine frühere Saat und sollte in den meisten Lagen bereits gesät sein. Sommergerste ist frostempfindlicher und kann auch noch im April gesät werden.
Aktuell ist die Nachfrage nach diversen Bio-Ackerbaukulturen sehr gross. Besonders Bio-Zuckerrüben sind sehr gesucht und werden zusätzlich zum Preis von Fr. 128.- /t mit einer Prämie von 30.-/t gefördert. Für Umstellbetriebe gibt es eine Prämie von 40.-/t zum konventionellen Preis dazu.

