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Die Nussblüte im Winter

Die Haselnuss ist das erste Obst, das im Jahr blüht. Während die männlichen Kätzchen bereits im Winter Pollen spenden, bleiben die unscheinbaren weiblichen Blüten zunächst unbemerkt. Eine optimale Bestäubung durch verschiedene Sorten spielt eine entscheidende Rolle für die Ernte.

Das erste Obst, das im Jahr blüht, ist die Nuss, die Haselnuss, um genauer zu sein. Die weiblichen Blüten sind leicht zu übersehen, wobei die männlichen Haselnussblüten (Kätzchen) wohl fast alle kennen. Denn sie sind die nervigen Pollenspender für AllergikerInnen. Frühe Sorten blühen bereits im Dezember, wobei sich die Blüte von späten Sorten bis in den März ziehen kann.

Männliche Blüte

Die männlichen Blüten sind bereits im Herbst erkennbar, jedoch treten die Pollen erst im Winter aus, um die weiblichen Blüten zu bestäuben. Die ca. 4–6 cm langen «Kätzchen» können bis zu 2 Millionen Pollen enthalten.

Weibliche Blüte

Die Unterscheidung zwischen der weiblichen Blüte und der Blattknospe kann erst bei Blühbeginn der weiblichen Blüte festgestellt werden. Bei den weiblichen Blüten entwickeln sich aus der Knospe heraus rote Narben. Die weiblichen Blüten sind gerade mal 1–3 mm gross und im Vergleich zu den männlichen Blüten unscheinbar.

Bestäubung

Für eine ausreichende Bestäubung (Windbestäubung) der weiblichen Blüten benötigt es die Pollen der männlichen Blüten. Aus diesem Grund ist es wichtig, verschiedene Sorten mit unterschiedlichen Blütezeitpunkten anzubauen, nur so kann eine gute Bestäubung gewährleistet werden. Bei vielen Sorten blühen die männlichen und die weiblichen Blüten nicht zum selben Zeitpunkt und können sich dadurch nicht selbst bestäuben.

Fruchtansatz

Zwischen der Bestäubung und dem Fruchtansatz können Monate liegen, diese Phase ist kritisch und kann bei ungünstigen Bedingungen wie Frost, Trockenheit oder Nährstoffungleichgewicht zu einer Reduktion der Ernte führen.