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Die Halmverkürzer im Laufe der Zeit

Seit den 1960er-Jahren wird Weizen mit Chlormequat – besser bekannt als CCC – verkürzt. Dieser Wirkstoff war lange Zeit der Einzige in Sachen Halmverkürzung oder Halmverstärkung.

Die Verkürzung mit Chlormequat CCC in Kombination mit der züchterischen Ertragssteigerung, Handelsdünger-Einsatz und der Entwicklung von Pflanzenschutzmitteln ermöglichte es, dass auch dichtere Getreidebestände gesund stehen blieben und sauber geerntet werden konnten.

«Früher war es üblich, dass ein grosser Teil des Getreides vor der Ernte umfiel», erinnert sich Joel Meier, langjähriger Versuchsleiter der Syngenta.

Die Nachteile daraus sind klar: Eine verminderte Erntemenge, eine erschwerte maschinelle Ernte, Abstriche bei der Qualität (Pilze, Hektolitergewicht, Auswuchs), erhöhte Mykotoxin-Belastung im Stroh.

Ein grosser Schritt hinsichtlich Halmverkürzung erfolgte in den 1990er-Jahren mit der Einführung von Trinexapac-Ethyl, besser bekannt als Moddus. Während CCC nur im Stadium 29-30 eingesetzt eine gute Wirkung erzielt, ist Moddus bei der Applikation flexibler (DC 31 bis 32).

Insbesondere in der Gerste ebenfalls wichtig ist der Wirkstoff Etephon, welcher vor dem Ährenschieben appliziert wird und das frühzeitige Abknicken der Ähren verhindert.

Im Rahmen der politischen Diskussion zum Einsatz von Pflanzenschutzmitteln ist der Beitrag der Halmverkürzer bzw. -verstärker relativ unbestritten.

Die Umwelteffekte dieser Mittel sind gering – sofern die Anwendungsrichtlinien genau befolgt werden. Eine Resistenzgefahr besteht aufgrund des Eingriffs in den Hormonhaushalt der Pflanze ohnehin nicht. Es ist davon auszugehen, dass diese Mittel weiterhin im intensiven Anbau ihre Berechtigung haben werden.

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