Die Grüne Pfirsichblattlaus breitet sich aus

Die Westschweizer Kantone sowie Bern, Solothurn, Aargau und Luzern haben bereits erste Warnungen ausgesprochen. Sobald die Bekämpfungsschwelle erreicht ist, müssen Insektizide eingesetzt werden. Dabei ist auf die kantonalen Bestimmungen zu achten.

Die Ackerkulturen wachsen nach wie vor nicht wie gewünscht. Diverse Kulturen warten weiter auf die Aussaat. So hat es auch noch vereinzelt Zuckerrüben, die nachgesät oder gar erst gesät werden müssten. Dies kann in den kommenden Tagen noch erledigt werden. Diese Saaten dürften zügig auflaufen und werden den vorhanden Rückstand wieder aufholen. Sollten die Saaten noch weiter hinausgezögert werden, so ist es sich zu überlegen, ob eine Saat tatsächlich noch sinnvoll ist. Vielerorts sind die Rüben schlecht und die Ursachen sind nach wie vor breit. Neben der Bodenbeschaffenheit, der Saattiefe und weiteren Problemen kommt dieses Jahr ein enorm hoher Schädlingsdruck hinzu. So werden die Zuckerrüben von diversen Bodenschädlingen wie den Schnecken, den Erdschnacken oder Drahtwürmern angefressen. Oberirdisch warten Schädlinge wie der Erdfloh oder teilweise gar schon die Blattläuse.

Blattläuse auf Vormarsch

Vor der Grünen Pfirsichblattlaus musste bereits vor zwei Wochen in der Westschweiz gewarnt werden (französischsprachige Regionen).

Letzte Woche kamen noch die Regionen Bern und Solothurn hinzu. Diese Woche wurden nun Aargau und Luzern gewarnt. Im östlichen Anbaugebiet wurden noch keine Bekämpfungsschwellen erreicht. Bei der Anwendung der Insektizide ist es wichtig, dass kantonale Bestimmungen eingehalten werden.

Die Schwarze Blattlaus tritt erst in sehr geringen Zahlen auf. Eine Behandlung ist hier noch nicht angezeigt. In Kantonen, in denen gegen die Grüne Pfirsichblattlaus behandelt wird, wird die Schwarze Blattlaus ebenfalls mit erfasst. In den östlichen Kantonen wird die Situation genaustens beobachtet.

Zwischensplit möglich

Bezüglich Herbizid ist Flexibilität gefragt. Es ist zu überlegen, einen Zwischensplit einzusetzen und eine bereits anstehende Abschlussbehandlung nach hinten hinauszuzögern.

Durch das schwache Wachstum der Zuckerrüben sind die vielen kleinen Rüben noch weit von einem Reihenschluss entfernt. Die Bodenmittel haben hervorragend gewirkt, so dass die kommenden Splits mit Bedacht gewählt werden sollten.