Wichtig ist bei feuchten Bedingungen die Überwachung der Schnecken. Gefährdeter sind Felder mit einem groben Saatbeet sowie Randzonen angrenzend an Grünland oder Pufferstreifen. Köderstellen mit Schneckenkörnern zur Überwachung sollten an mehreren Stellen im Feld angelegt werden.
Frassschäden durch den Erdfloh
Erdflohschäden können mit den wärmeren Temperaturen auch ein Thema werden. Die Bekämpfungsschwelle liegt bei Rüben im Keimblattstadium bei 50 % befallenen Pflanzen mit mehreren Schabstellen.
Stärker gefährdet sind die klassischen Sorten. Durch frische Schabstellen können Herbizidwirkstoffe in die junge Rübe gelangen und das Wachstum ausbremsen. Smart-Sorten sind resistent gegenüber dem Herbizidwirkstoff, hier geht die Gefahr nur durch den Frassschaden aus. Eine Behandlung ist in jedem Fall sonderbewilligungspflichtig.
Rechtzeitig spritzen
Bei den klassischen Zuckerrübensorten sollte der erste Herbizidsplit mit allen drei Hauptwirkstoffen rund drei bis vier Wochen nach der Saat ausgebracht werden, wenn die Unkräuter noch im Keimblattstadium sind.
Das Rübenstadium spielt dabei keine Rolle. Bei Smart-Rüben kann mit dem ersten Split länger abgewartet werden. Unkräuter werden mit diesem Herbizid auch noch im 2- bis 4-Blatt-Stadium gut erfasst.

