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Hagenbuchs Randnotizen: Über die Suche nach Mitarbeitenden

In seiner Kolumne «Hagenbuchs Randnotizen» erzählt Sebastian Hagenbuch monatlich von Alltäglichem und Aussergewöhnlichem aus seinem Leben als Landwirt. Dieses Mal ist er auf Personalsuche.

Ohne grosse Umschweife das Wichtigste gleich zu Beginn: Wir suchen Verstärkung auf unserem Betrieb. Die Lehrstelle mit Beginn in diesem Sommer ist noch frei, mein Vater feierte gestern seinen 65. Geburtstag (das mit dem Ruhestand darf in gegenseitigem Einvernehmen noch etwas warten …) und ein Mitarbeiter muss in den Zivildienst. Demgegenüber steht die tägliche Arbeit mit noch der einen oder anderen zusätzlichen Idee im Hinterkopf. Damit also das Gleichgewicht zwischen Arbeit und Arbeitskräften im Lot bleibt, suchen wir jemanden, der oder die gerne mit uns anpacken möchte.

Ja, guter Rat ist hier teuer, und mit meiner Suche nach einem guten Mitarbeiter oder einer guten Mitarbeiterin bin ich ganz gewiss nicht alleine. Ein über Whatsapp geteiltes und an landwirtschaftlichen Schulen aufgehängtes Inserat brachte noch nicht den gewünschten Erfolg.

Ein guter Mitarbeiter ist motiviert und hat «pfupf im Füdle»

Doch was heisst denn eigentlich im Zusammenhang mit der Suche nach einem Mitarbeiter «gut»? In erster Linie meine ich damit: motiviert. Da unser Betrieb sehr vielseitig ist, würden wir sowohl einen Tierflüsterer als auch einen Maschinen- oder Pflanzenbaufreak gut einzusetzen wissen. Je nachdem wäre der Einsatzbereich stärker am einen oder anderen Ort. Und nebst der Motivation muss es natürlich auch zwischenmenschlich geigen, sonst geht die Freude an der Arbeit wohl beiderseits sehr schnell flöten.

Die Suche nach einem Mitarbeiter ist gewiss kein leichtes Unterfangen, und doch bin ich zuversichtlich, dass wir Verstärkung für unser Team finden. Der Grund (nebst dem Optimismus als Grundhaltung): Ich bin überzeugt, dass wir einen tollen Arbeitsplatz zu bieten haben. Ein gutes Team mit guter Stimmung, eine moderne Infrastruktur, es läuft immer etwas, wir sind flexibel bezüglich Anstellungsbedingungen (wenn jemand z. B. zu Hause noch einen Betrieb oder einen Zweitjob hat), und wir bezahlen einen guten Lohn.

Darum: Wer Freude an vielseitiger und guter Arbeit hat und weiss, dass «Pfupf im Füdle» eine Eigenschaft ist und nichts mit Verdauungsproblemen zu tun hat, melde sich gerne bei mir.

Obwohl ich optimistisch bin, dass der Arbeitsmarkt nicht so ausgetrocknet ist wie die Böden im April 2026: Ob es wirklich klappt, zeigen die nächsten Wochen. Irgendeine Lösung haben wir schliesslich noch immer gefunden.

Hagenbuchs Randnotizen

Sebastian Hagenbuch ist Landwirt und Agronom. Er führt einen Betrieb mit zwei Standorten in Rottenschwil und Unterlunkhofen im Kanton Aargau. Hagenbuch erzählt in seiner Kolumne von Alltäglichem und Aussergewöhnlichem, wechselt ab zwischen Innen- und Aussensicht, immer mit kritischem Blick und einem Augenzwinkern.