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Schweinehaltung: Die Jungen stellen sich den Herausforderungen

«Unter diesen Bedingungen möchte ich nicht nochmals jung sein», bekam unsere Autorin zu hören und sprach mit Jungen über Herausforderungen und Perspektiven in der Schweinehaltung.

Die Landwirtschaft steht mit den hängigen Initiativen und den zukünftigen Änderungen in der Agrarpolitik vor grossen Herausforderungen. In der Schweinebranche kommen der sinkende Schweinefleischkonsum und das Ungleichgewicht zwischen Zucht- und Mastbetrieben dazu.

Es gibt immer eine Lösung

Am «Leue-Höck», dem monatlichen Treffen von Suisseporcs Zentralschweiz, referierte Stefan Heller vom Luzerner Bäuerinnen- und Bauernverband im Januar zum Thema «Herausforderungen für Schweinehalter». An einem der Tische meinte ein Schweinehalter: «Unter diesen Bedingungen möchte ich nicht nochmals jung sein. Das sind doch keine Perspektiven!» Zustimmendes Nicken der Tischnachbarn war die Antwort. Was aber sagen junge Landwirte dazu? 32 Lehrlinge aus den Zentralschweizer Landwirtschaftsschulen besuchten im Februar am BBZN Hohenrain die Wahlwoche Schweinehaltung. Alle stehen kurz vor ihrer Lehrabschlussprüfung. Nebst vielen anderen Themen gehörten auch die zukünftigen Herausforderungen in der Schweinhaltung zum Unterrichtsstoff. Zwei der Teilnehmenden nehmen dazu Stellung. Terence Meier, der zu Hause und auf dem Lehrbetrieb mit Mastschweinen zu tun hat, sagt zu den Herausforderungen: «Einfacher wird es nicht, aber es ist noch machbar und eine Lösung gibt es immer.» Roman Wagner aus Wölflinswil, auf dessen Lehrbetrieb Mast- und Zuchtschweine gehalten werden, stimmt ihm zu und ergänzt: «Man muss die Betriebszweige vielleicht anders gewichten, je nachdem, wie sich die Bedingungen verändern.» Sich möglichst den Gegebenheiten anpassen und vorausschauend planen ist für sie wichtig bei der Wahl der Betriebsstrategie.

Ausserdem sind sie sich einig, dass im Zusammenhang mit den hängigen Initiativen viel Aufklärungsarbeit geleistet werden müsse.

«Einfacher wird es nicht, aber es ist machbar.»

Terence Meier, angehender Landwirt, Schweinemäster

Die Konsequenzen aufzeigen

Die nicht-landwirtschaftsnahe Bevölkerung müsse darüber informiert werden, welche Konsequenzen die Annahme der Initiativen hätte. Roman Wagner meint, wenn Schweinehalter dazu gebracht würden, auf Direktzahlungen zu verzichten und den Betrieb zu intensivieren, sei das kaum im Sinn der Schweizer Konsumenten. Und wenn zum Erhalt von Direktzahlungen mehr Ökologisierung ­verlangt würde, bedeute das weniger Ertrag und mehr Importe – nachhaltig sei das nicht. Terence Meier spricht noch einen anderen wichtigen Punkt an: «Die Konsumenten müssen verstehen, dass es kein Bio-Schweinefleisch zum QM-Preis gibt».

«Zeigen, was wir tun»

Auch auf die Frage, wie das erreicht werden könne, haben die jungen Landwirte Antworten: «Wir müssen die Bevölkerung sensibilisieren. Wir müssen zeigen, was wir tun und dass wir schon viel Gutes tun!» Die Lernenden sehen sich in der Pflicht, mit Unterstützung der Branche und der Verbände an der Aufklärung der Bevölkerung mitzuarbeiten. Und das auch während des Lehrabschlusses, in dem sie selber vor persönlichen Herausforderungen stehen. Das sind Qualitäten, die bei Landwirtinnen und Landwirten wohl immer mehr gefragt sein werden. Begeisterung für die Schweinehaltung und eine gesunde Portion Berufsstolz sowie unternehmerisches Denken, ergänzt mit dem Willen zu kommunizieren, werden in Zukunft noch wichtiger. Es bleibt nur, den angehenden Landwirtinnen und Landwirten von Herzen zu wünschen, dass sie ihre Ziele erreichen und die Freude am Beruf bestehen bleibt.

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