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Der Verwaltungsrat der Getreide Züri Nord AG wird verjüngt

An der Generalversammlung Ende April der Getreide Züri Nord AG (GZN AG) kam es bei den Ersatzwahlen zu einem eigentlichen Generationenwechsel. Stefan Frischknecht, Daniel Frei und Beat Schreiber ersetzen langjährige Mitglieder.

Die beiden Urgesteine, Präsident Christian Meier und Peter Meier, gehörten seit der Gründung der Aktiengesellschaft dem Verwaltungsrat an. Hanspeter Räz aus Stadel stiess etwas später dazu. Die drei traten zurück. Umsichtig führte Christian Meier im Laufe der Jahre die AG und brachte die GZN AG mit den in der Vergangenheit beschlossenen Projekten auf Erfolgskurs.

Meilensteine waren die Gründung der Aktiengesellschaft, der Kauf des Gewerbehauses 2005, welches heute wertvolle finanzielle Mittel beisteuert, und die 2014 erfolgte Fusion mit Steinmaur. Peter Meier erwies sich in all der Zeit als das rechtliche Gewissen im Verwaltungsrat und trug mit Verhandlungsgeschick und Fachkenntnissen zur erfolgreichen Entwicklung bei.

Sie werden nun durch die deutlich jüngeren Stefan Frischknecht aus Herisau, Daniel Frei aus Adlikon b. Regensdorf und Beat Schreiber aus Neerach ersetzt. Die Nachfolge von Christian Meier als Präsident tritt der bisherige Vizepräsident Markus Frei an.

Dividende von 3 Prozent

Die eigentlichen Sachgeschäfte warfen an der Generalversammlung keine grossen Wogen. «Aufgrund der tiefer ausgefallenen Übernahmemenge sank der Bruttoerlös auf 13,213 Mio Fr.», führte Geschäftsführer Walter Kipfer bei der Präsentation der Rechnung 2023 aus. Der Betriebsertrag stieg auf 1,965 Mio Fr. Dabei erwies sich das Gewerbehaus als mit knapp 200 000 Franken Mietertrag als wertvolle Geldquelle. Auch freuten sich die Aktionäre an der Generalversammlung. Wie im Vorjahr kann die GZN AG eine Dividende von 3 Prozent ausschütten.

Im Geschäftsbericht 2023 waren auch 181 Aktien à 100 Franken im Besitz der AG ausgewiesen. «Wir kaufen Aktien von Inhabern zurück, welche die Landwirtschaft oder Getreideproduktion aufgeben, und bieten sie vor allem Kunden an», erklärte Walter Kipfer.

Bagger müssen warten

Auf gutem Weg sei laut Walter Kipfer auch das bewilligte Agrar-Center am Standort Niederhasli. «Die Baubewilligung liegt vor, doch die Bagger können nicht auffahren. Es muss noch ein Landgeschäft getätigt werden», hielt er bezüglich des Projekts fest. Doch nach der Haupternte im kommenden Spätsommer soll es so weit sein und danach werde die Landi Züri Unterland als Mieterin einziehen.

Die GZN AG übernahm 2023 in Steinmaur und Niederhasli 12 276 t Speise- und 8300 t Futtergetreide sowie 2605 t Ölsaaten. Bei den Ölsaaten dominierte der Raps mit knapp 79 %. Der Rest entfiel auf Sonnenblumen und etwas Leinsamen. Aber auch Spezialitäten wurden übernommen wie Kichererbsen, Sojabohnen für Tofu, Ackerbohnen, Speisehafer und Speisehirse für die menschliche Ernährung, Eiweisserbsen und Lupinen.

Keine Tariferhöhung

Gute Nachricht auch für die Getreideproduzenten, denn für das laufende Jahr werde es trotz erneut angestiegener Energiepreise keine Tarif- und Gebührenerhöhungen geben, kündigte Walter Kipfer an.

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