Hans Luder war eine prägende Figur der Schweizer Landwirtschaft. «Als treibende Kraft bei der Gründung der IP-Suisse 1989 verkörpert Hans Luder wie kein anderer die Entstehung und Verankerung der integrierten Produktion (IP)», heisst es im Archiv für Agrargeschichte.
Praxisnaher Weg
«Seine Vision war die Idee von einer Wende in der Landwirtschaft hin zu nachhaltigen Anbaumethoden, zur Biodiversität, zum Tierwohl und zu einer Partnerschaft zwischen Bauern, Abnehmern und Konsumenten», schreibt IP-Suisse in ihrer Todesanzeige.
Bei der Vision beliess es Luder aber nicht. Der Landwirt aus dem bernischen Oberösch, der den elterlichen Betrieb gemeinsam mit seiner Frau Elisabeth Anfang der 1970er-Jahre übernommen hatte, arbeitete beharrlich am Gedeihen des IP-Käfers. Mit viel Erfolg versuchte er, einen Mittelweg zwischen den hohen Anforderungen des biologischen Landbaus und der stark wachstumsgeprägten Mainstream-Landwirtschaft zu bauen.
Luder dürfte sich gefreut haben an den zahlreichen Erfolgen am Markt, die IP-Suisse gerade in jüngster Zeit zu verzeichnen hatte. Dank den pragmatischen und praxisnahen Ansätzen der Organisation ist es gelungen, auf breiter Basis Mehrwerte zu erzielen, die sich in Wertschöpfung umsetzen liessen.
Erster Agro-Star Suisse
Sein erfolgreiches Wirken fand auch ausserhalb der IP-Szene Anerkennung. Symbolischer Ausdruck war dafür der Gewinn des ersten Agro-Star Suisse im Jahr 2006. Am 6. Mai ist HansLuder nach kurzer Krankheit 81-jährig verstorben.

