Die Junglandwirte Zentralschweiz treffen sich regelmässig zu fachlichen Besichtigungen und Diskussionen. Nun endlich war dies nach Covid-bedingten Absagen letzten Mittwoch 6. Oktober wieder einmal möglich, bei der Mosterei Ramseier in Sursee. Bei der Mostobstannahme und bei den Pressen war ersichtlich, dass dieses Jahr ein besonders schwieriges war. Fröste und Hagel haben auch dem Mostobst stark zugesetzt.
Hohe Lagerreserven
Die Ramseier Suisse AG verarbeitet in normalen Jahren 19 000 Tonnen Mostobst allein am Standort in Sursee. Dieses Jahr sind es nur 9 000 Tonnen. Bei den Pressen, wo in guten Jahren 24 Stunden pro Tag und fast sieben Tage die Woche gearbeitet wird, war nur wenig los. Lieferengpässe mit Ramseier-Produkten werde es jedoch keine geben, Sicherheit bieten die Marktreserven (Pflichtlager) und die guten Ernten der Vorjahre. Allgemein sei die Qualität dieses Jahr gut, das Obst aber kleiner als sonst.
Neue Produkte lancieren
Die 25 Junglandwirtinnen und Junglandwirte wurden von langjährigen Mitarbeitern durch die Verarbeitungsanlagen geführt. Nach der Mostobstannahme folgten die Pressen. Auch die Konzentratherstellung wurde vorgestellt. Und es gab Informationen zu den Trends beim Mostkonsum. Der Fruchtzucker habe einen schlechten Ruf, weshalb der Konsum in Zukunft eher rückläufig sein werde. Der Markt für «Apfelschorle» oder «Zisch» wächst jedoch konstant. Es wird versucht, das Konzentrat in anderen Produkten wie dem «Huustee» zu verarbeiten.

