Die Sbrinz Käse GmbH ist bereit für einen frischen Auftritt in der Öffentlichkeit. Nach intensiver Arbeit an der Neuausrichtung war geplant, die neue Website an der Gesellschafterversammlung live aufzuschalten – doch der Anlass fand wegen des Corona-Lockdowns ohne Gesellschafter statt. Die Site ging in aller Stille online. Aber auch so freut sich die Sbrinz-Geschäftsstelle über eine «überwältigende Resonanz».
Lager auf gutem Stand
Die Gesellschafter konnten ihre Rechte an der Versammlung vom 11. Mai durch einen unabhängigen Stimmrechtsvertreter wahrnehmen. In der Medienmitteilung zum Anlass meldet das Unternehmen leicht sinkende Verkaufszahlen gegenüber dem Vorjahr. Der Absatzrückgang lag bei 15 Tonnen (−1,1 %), verkauft wurden 1360 Tonnen. Im Export lagen die Verkaufszahlen bei 122 Tonnen, das sind 7 Tonnen mehr als im Vorjahr. Im Bio-Segment sank der Absatz um 110,8 Tonnen.
Produktionsmenge bleibt
Die Geschäftsleitung hat für das Produktionsjahr 2020 analog zum Vorjahr eine Produktionsmenge von 1630 Tonnen freigegeben, davon 120 Tonnen Industrie. Der Lagerbestand habe per Ende 2019 mit 2482 Tonnen eine gewünschte Grösse erreicht, heisst es in der Medienmitteilung. Es sei sicherlich erstrebenswert, diese Werte im laufenden Jahr halten zu können.
Aufgrund zweier Demissionen aus der Geschäftsleitung galt es, zwei neue Mitglieder zu wählen. So ersetzt Leonhard Wey den nach 14 Jahren ausscheidenden Peter Häfeli, beide Intercheese-Vertreter des Handels, und anstelle des ausscheidenden Hans Aschwanden wurde Kurt Hof-stetter von der Käserei Hildisrieden AG als Käservertreter in die Geschäftsleitung gewählt. Eine Verabschiedung und Begrüssung der frisch gewählten Mitglieder sei zu einem späteren Zeitpunkt vorgesehen.
Hohe Qualität
Die Qualität von Sbrinz sei hervorragend, freut man sich auf der Geschäftsstelle mit Verweis auf den Qualitätswettbewerb. Um dort an der Spitze zu stehen, brauche es neben einer Spitzenfabrikation auch eine Portion Glück. Im Durchschnitt wurden bei den letzten Taxationen 19,61 Punkte erreicht. Folgende Käser wurden für das Bemessungsjahr 2018 ausgezeichnet:
Kategorie Talkäsereie:
1. Rang für Armin Rölli, Bergkäserei Langentannen, Buochs, mit 19,83 Punkten.
2. Rang für Kurt Hofstetter, Käserei Hildisrieden, mit 19,80 Punkten.
Kategorie Alpkäserei:
1. Rang für Thomas Scheuber, Alpkäserei Untertrübsee, Ennetmoos, mit 19,65 Punkten.

