«Nach Verschiebung der GV von Ende März auf Mitte Mai, sah sich Casalp, die Sortenorganisation Berner Alp- und Hobelkäse AOP, aufgrund des Entscheides des Bundesrates vom 16. April gezwungen, die 26. GV auf schriftlichem Weg durchzuführen.» Dies schreibt Casalp in einer Medienmitteilung. Im Jahresbericht in der Informationsbroschüre Casalpline schrieb der Präsident Hans Kohler, dass es eine wahre Freude und ein Zeichen ausgezeichneter Käsequalität, höchster Sorgfalt und Leidenschaft sei, mit welchen auf den Mitglieder-Alpen gearbeitet werde. Für einmal erhielten die heuer ausgezeichneten Sennerinnen und Sennen von 44 Alpen ihre Urkunden für ausgezeichnete Käsequalität per Post.
Viele Punkte sind nötig
Diese Auszeichnung für höchste Käsequalität erhält, wer aus sechs Alpmulchentaxationen (also aus sechs Alpsommern) eine Gesamtpunktzahl von mindestens 118 beziehungsweise maximal 120 erreicht. Zusätzlich zur Urkunde erhalten die Sennerinnen und Sennen von der Casalp eine Geldprämie als Wertschätzung und zusätzlichen Ansporn für weitere gute Leistungen. Die Sortenorganisation hofft, die Ehrungen im nächsten Jahr wieder persönlich übergeben zu dürfen.
Die ausgezeichneten Älplerinnen und Älpler
Abplanalp Andreas, Alp Breitenboden, Gemeinde Meiringen; Aeschlimann Ruth und Ueli, Honeggli, Eriz; Ammeter Marlise und Alfred, Wengen-Allmend, Lauterbrunnen; Balsiger Fritz, Breitlauenen, Gsteigwiler; Bieri Klaus, Le Savigny, Rougement VD; Bircher Fränzi, Unter Egerlen, Adelboden; Brügger Käthi, Elsigenalp, Frutigen; Bühler-Blum Vreni und Werner, Oberstockenalp, Erlenbach i. S.; Estermann Andreas, Bättenalp, Iseltwald; Gafner-Klossner Beatrice und Daniel, Vorderstockenalp, Erlenbach i. S.; Grünenwald Hansueli, Milchkähle, Zweisimmen; Herrmann Klaus, Hornberg, Saanen; Kohler-Hirsbrunner Anita, Seilialp, Schattenhalb; Lauber-Trummer Elsi, Vorder Rüderig’s, Reichenbach im Kandertal; Lauber Elsbeth, Golitschenalp, Kandergrund; Matti Dominik, Bodmen, Saanen; Michel Heinz, Bussalp, Grindelwald; Müllener Annina und Armin, Hasenloch, Diemtigen; Perreten Walo, Vorder Walig, Feutersoey; Perreten-Hauri Barbara und Ueli, Oberster Tossen, Lauenen; Pieren Christine, Vor Sillern, Adelboden; Reber-Erb Hanni und Hansueli, Ober-Heiti, Erlenbach i. S.; Reichenbach Eveline und Simon, Haslerberg Läger, Lenk; Rupp Petra und Beat, Günzenen, Reutigen; Santschi Simon, Sitealp, Zweisimmen; Schmid Hanspeter, Gugglen-Geissrück, Saanen; Schranz-Müller Judith, Tiefenboden, Adelboden; Schüpbach Karin, Obersuld, Aeschi b. Spiez; Siegfried-Schmid Albin, Wengibärgli, Lenk; Stähli Monika und Martin, Schwalmfluh, Oberwil i. S.; Trachsel-von Siebenthal Rudolf, innere Hütte, Stierendungel, Lauenen; Tschudi-Kaufmann Fränzi, Lueglen, Boltigen; von Grünigen Yvan, Stalden, Saanen; von Känel Barbara und Fritz, Hohkien, Reichenbach im Kandertal; von Siebenthal Christian, Plani, Saanen; von Siebenthal-Schopfer Roland, Iserin, Gsteig; Walther Rahel, Hinter Walop, Boltigen; Wampfler Franz, Hintermenigen, Diemtigen; Würsten Hanspeter, Steinstoss Vorder Trüttlisberg, Lauenen; Zahler Rosmarie und Roland, Hinter Walig, Gsteig; Zaugg Vreni, Müllerschwand, Oberried am Brienzersee; Zimmermann Ursula und Peter, Metsch, Lenk; Zumbach Helen und Erwin, Oberhofner, Sigriswil; Zürcher-Pieren Markus, Ueschinen, Kandersteg.
Die Abstimmungsresultate
An der GV hätte eine neue Kalkulationshilfe zur Berechnung von fairen Preisen präsentiert werden sollen. Das Kalkulationsschema wird nun in der nächsten «Casalpline» in allen Details erklärt. Die Rechnung 2019 sowie das Budget 2020 wurden von den Mitgliedern einstimmig genehmigt. Der Antrag des Vorstandes, die Selbsthilfebeiträge der Produzenten auf 2,5 Rappen pro Kilogramm verarbeitete Milch zu belassen, wurden ebenfalls gutgeheissen. Die schriftliche Abstimmung sanktionierte zudem den Antrag des Vorstandes, die Beiträge für Einzelmitglieder bei 50 Franken und für Organisationen, Verbände sowie den Detailhandel bei 100 Franken zu belassen. Der Handel bezahlt auch weiterhin einen Mengenbeitrag von 35 Franken pro Tonne übernommenen Berner Alpkäse und kann einen Beitrag für Massnahmen im Bereich Kommunikation von 50 Franken pro Tonne beziehen. Die Casalp will auch weiterhin gezielte Marketing-Trümpfe ausspielen, um Berner Alp- und Hobelkäse AOP auf dem Markt weiter zu positionieren. So etwa mit Aktivschwinger Patrick Gobeli aus dem Simmental. Mit ihm «konnte Casalp einen sympathischen Botschafter für den Berner Alpkäse AOP ins Boot holen», zeigt sich die Sortenorganisation stolz.
Weitere Informationen: www.casalp.ch

