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Der Konsum von Äpfel und Birnen verläuft trotz Corona normal

Die Tafelobst-Lager waren per Ende November 2020 gerade richtig. Je nach Menge sinken oder steigen die Richtpreise, weiss Beatrice Rüttimann vom SOV.

Die Tafelobst-Ernte 2020 war gut. Nur leider war der Absatz laut den Zahlen von Schweizer Obstverband (SOV) und Swisscofel (Vereinigung des Obst-, Gemüse- und Kartoffelhandels) im November von rund 6000 Tonnen (t) Tafeläpfel und rund 1900 t Tafelbirnen schwach.

Verkauf im grünen Bereich

Beatrice Rüttimann vom SOV kommentiert die November-Verkäufe so: «Die Apfelverkäufe vom November sind vergleichbar mit denen von 2019 oder sogar leicht höher. Sie sind stabil.» Die Qualität sei sehr zufriedenstellend. Bei den Birnen liegt der Absatz leicht unter dem von November 2019. Sie weiss aus Erfahrung: «Beim Tafelkernobst muss man immer noch die Ernte aus den Hausgärten berücksichtigen, die auch in diesem Jahr ihren Einfluss hat.»

Rund 59 000 t Tafeläpfel Suisse-Garantie lagen per 30. November an Lager, siehe Grafik. Das sind per Ende November fast 2000 t mehr als der Ziellagerbestand beträgt. Kann man diese Mehrmengen verkaufen? «Wir sehen kein Problem, diese Menge zu vermarkten», antwortet Beatrice Rüttimann. Die optimale Menge liege gemäss Vermarktungskonzept zwischen 54 000 und 60 000 t, der Höchstwert sei bei 63 000 Tonnen festgesetzt. «Es ist zu beachten, dass im letzten Jahr 3880 Tonnen Äpfel importiert wurden und im Jahr 2018 2851 Tonnen, dies bei einem Bestand am 30. November 2018 von 63 737 Tonnen», betont sie.

Wird Corona den Absatz beim Tafelobst beeinflussen? «Zurzeit stellen wir keinen Einfluss fest», antwortet Beatrice Rüttimann. Die Richtpreise für die Tafeläpfel für Periode 2 liegen bei den Golden Delicious (Fr. 1.15 pro kg) und bei Jonagold (Fr. 1.25 pro kg) zehn Rappen höher als vor einem Jahr. Stieg der Preis aufgrund der guten Nachfrage?

Preise reagieren auf Menge

Nein, der Grund liege darin: «Da die Mengen an der unteren Grenze des Vermarktungskonzeptes liegen, erlaubt dies eine Anpassung des Preises nach oben», erklärt Rüttimann. Gala hingegen liege mit der Lagermenge an der oberen Grenze und erleide einen Preisabschlag von zehn Rappen pro Kilogramm. Die Tafeläpfel Klasse 2 gelten 45 Rappen, drei Rappen mehr als vor einem Jahr. Das sei auf die gute Nachfrage zurück zu führen, analysiert Rüttimann. Der Markt sei in der Klasse 2 ausgeglichen, die Ernte entspreche den Bedürfnissen des Marktes.

Weiter seien auch die Birnenlager normal. «Der Rückgang des Lagerbestandes entspricht dem Durchschnitt der letzten vier Jahre», teilt die Mediensprecherin des SOV mit. Bei den Birnensorten Conférence und Gute Luise stiegen die Richtpreise um fünf Rappen je Kilo auf Fr. 1.30 je kg für die Zeit von Dezember bis Ende Januar 2021. Die Lagermengen dieser beiden Sorten lägen an der unteren Grenze der Lagerziele, was eine Anpassung des Produzentenpreises nach oben um fünf Rappen pro Kilogramm erlaube. «Umgekehrt sind die Bestände von Kaiser Alexander am Maximum und der Preis wird minus zehn Rappen pro Kilo nach unten korrigiert», erklärt Rüttimann, auf noch Fr. 1.10 je kg.

Flächen nicht ausdehnen

Soll man die Tafelobst-Flächen ausdehnen? «Die Anbaufläche darf nicht zunehmen», betont Beatrice Rüttimann entschieden. Denn der inländische Kernobstkonsum sei eher abnehmend, weiss sie.

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