Viele Bauernbetriebe, vor allem solche mit Direktvermarktung oder agrotouristischen Angeboten, haben heutzutage eine Website. Dass eine solche für ein Unternehmen enorm wichtig ist, hat die Corona-Krise eindrücklich aufgezeigt: Während des Lockdowns boomte der Online-Versand und die Suche nach Hofläden im Internet lief auf Hochtouren. Suchten die potenziellen Kunden früher vor allem vom Computer zu Hause aus, zücken immer mehr Menschen das Smartphone und googeln von unterwegs. Dieses Verhalten hat Einfluss auf den Aufbau und die Funktionsweise einer Website.
Auf Seite eins zu sein, ist das Ziel
Vorbei sind die Zeiten für Websites, die für die Computer zu Hause konzipiert wurden. Diese sind starr und der Inhalt kann auf dem Handy nur mittels mühsamem Zoomen angeschaut werden. Neue Websites funktionieren deshalb responsiv, passen sich also in der Ansicht dem Endgerät an.
Google, mit einen Anteil von über 90 % im deutschsprachigen Suchmaschinenmarkt, setzt seit April dieses Jahres in der Suche auf «Mobile first» und listet Websites, die nicht auf Tablet und Smartphone ausgerichtet sind, schlechter in den Suchresultaten. Dies hat zur Folge, dass man von Kunden nicht mehr gefunden wird. 75 % der Internetbenutzer schauen sich nämlich nur die Suchresultate der ersten Seite an.
So wird die Website gefunden
Was muss man als Bäuerin oder Landwirt also tun, damit man nicht zu denen gehört, die mit ihrer Website auf der zweiten Seite oder noch weiter hinten bei Google landen?
- Man muss wissen, ob die eigene Website responsiv ist: Das Aufrufen der Website via Smartphone zeigt das sofort. Muss der Text gezoomt und herumgeschoben werden, ist sie es nicht. Es empfiehlt sich, eine neue Website zu konzipieren.
- Ein Google-Business-Eintrag erhöht das Suchresultat ebenfalls. Er kann kostenlos erstellt werden.
- Beim Verfassen der Texte für die Website sollte man auf Texte mit wichtigen Schlagworten achten. Man nennt diese Texte suchmaschinenoptimiert (SEO). Als landwirtschaftlicher Betrieb sollte sicher das Wort Bauernhof oder Synonyme davon vorkommen. Die Wörter werden so gewählt, dass sie die für die Wunsch-Kundengruppe relevant sind.
- Bilder und Videos helfen auch für bessere Suchresultate. Sie werden ebenfalls mit Schlagworten versehen.
- Je besser man mit relevanten Seiten, wie zum Beispiel «vom Hof» oder «my Farm» verlinkt ist, desto grösser ist die Chance, dass man von Google ebenfalls als relevant eingestuft wird.
- Google mag Websites, auf denen etwas los ist, deshalb sollten regelmässig aktuelle Inhalte aufgeschaltet werden. Dafür eignen sich ein Hoftagebuch (Blog), Videos sowie Beschriebe von neuen Hofprodukten.
- Es lohnt sich, seine Website von Profis entwickeln zu lassen. Da diese Fachleute wissen, was alles in Bezug auf das Google-Ranking berücksichtig werden muss. Denn, was die genauen Perimeter sind, ist eines der bestgehütetsten Geheimnisse. Was heute funktioniert, kann schon morgen nicht mehr für Top-Suchresultate garantieren. Eine Website ist demnach auch nie fertig oder gar abgeschlossen.

