1976 war er geboren, der weltweit erste Zweiachsmäher. Das Trommelmähwerk und die eigens entwickelte Terra-Bereifung machten den Aebi TT 77 zur ultimativen Mähmaschine für steile Hanglagen. 50 Jahre später beschenkt sich die heute international aufgestellte Herstellerin, die Aebi Schmidt Group, mit dem brandneuen TT-Modell als Geburtstagspräsent.
«Unsere Motivation für die Neuentwicklung war es, den aktuellen Kundenbedürfnissen gerecht zu werden und die neuesten Technologien und Erkenntnisse umzusetzen», erklärt Mathias Leubler. Der Agronom mit einer grossen Passion für Maschinen ist Verkaufsleiter der Aebi Land- und Kommunaltechnik.
Terratrac als Erfolgsmodell
Ein tiefer Schwerpunkt, grosse Wendigkeit, die perfekte Gewichtsverteilung, ein geringes Leergewicht: Das Terratrac-Modell hat sich für den Einsatz in der Berglandwirtschaft einen Namen gemacht. «Kombiniert man all diese Eigenschaften mit dem richtigen Reifendruck, klebt das Ding regelrecht am Hang», weiss Mathias Leubler aus eigener Erfahrung. Nicht nur er, auch zahlreiche andere Landwirte im Alpenraum schwören auf den Terratrac. 16 000 Maschinen verliessen bis heute das Werk in Burgdorf (BE).
Viele Bestandteile haben sich so gut bewährt, dass sie auch im mittlerweile zehnten Modell gleich belassen wurden. Die versprochenen Neuerungen kommen dennoch nicht zu kurz. «Mit dem TT 212 steht eine Maschine zur Verfügung, die nur gerade vor Flüssen und annähernd vertikalen Hängen kapitulieren muss, ansonsten gibt es für den Nachfolger des TT 211 keine Hindernisse», schwärmt Leubler.
Und auch für das Auge macht der neue Terratrac etwas her. Der Tessiner Industriedesigner Paolo Fancelli gestaltete im altbekannten Ferrari-Rot ein Fahrzeug in dynamischen und klaren Linien.




Die grössten Neuerungen
Das Fahrwerk hat nicht nur ein Facelift bekommen, sondern wurde komplett neu designt. Mit seinen neuen Achsen sorgt es für mehr Stabilität und Leistungsfähigkeit. Die wichtigsten Facts zum Fahrwerk:
- Radstand 2100 mm
- Allradbetrieb
- 15 ° Verdrehung zwischen Vorder- und Hinterwagen
- Vier Lenkungsarten (Front, Heck, Allrad, Hundegang)
- Nasse Scheibenbremsen
- Zulässiges Gesamtgewicht 3900 kg
Für das Hangaufwärtswenden wurde die Power nochmals optimiert. Die wichtigsten Facts zu Motor und Getriebe:
- Motor: Kubota, 75 PS, 225 Nm, modernste Abgasnorm Sufe V
- Getriebe: Elektrischer stufenloser Hydrostat, Eco Drive, 500 Nm zusätzliche Zugkraft
Was viel leistet, gibt viel Wärme ab. Deshalb ist ein gutes, effizientes Kühlsystem unerlässlich, das so viel wie nötig und so wenig wie möglich kühlt.
- Es ist gross dimensioniert und hat einen Umkehrlüfter.
Ein solches Fronthubwerk gibt es so bisher nicht auf dem Markt in dieser PS-Klasse.
- Vorderachsengeführt
- Seitenhub 500 mm
- Hubkraft 1700 kg
- Entlastung und Schwingungstilgung
Die Besonderheiten der Hydraulik:
- Proportionale Ansteuerung
- Front- und Hecksteuerung unabhängig
- Bis zu 3 Stück DWS-Steuergeräte mit Schwimmstellung vorne und hinten
- Motorhydraulik 45 l/min (optional)
All diese Funktionen sind einfach und komfortabel zu bedienen. Eigenschaften des Arbeitsplatzes:
- Fahrerorientiert, klimatisiert, leise
- Fahrerhebel integriert in Armlehne
- Linke Hand lenkt und rechte Hand steuert die Fahrtrichtung, der rechte Daumen bedient die Anbaugeräte
- 12-Zoll-Display mit Touchscreen
- Individualisierbare Fahrhebelfunktion
Nominiert als «Tractor of the Year»
Solche Eigenschaften überzeugen sogar eine Jury aus 26 internationalen Landtechnikjournalisten. Sie wählten den Terratrac 212 zum Finalisten im Wettbewerb «Tractor of the Year 2027» in der Kategorie «Specialized». Diesen November wird sich heraussstellen, ob der Terratrac 212 in Bologna (IT) die Lorbeeren einheimst. So lange muss allerdings niemand warten mit der Bestellung des neuen Modells.
«Ab sofort können Kundenvorführungen gebucht werden, der Produktionsstart ist auf Oktober 2026 geplant», verrät Mathias Leubler. 125 000 Franken müssen für den neuen Terratrac mit Basisausstattung investiert werden.
Einige Bestellungen werden sicher auch aus Übersee reinflattern. Anders als die Konkurrenzmodelle von Reform oder Rigitrac, wird der Terratrac nämlich auch in die USA exportiert. «Die Berglandwirtschaft ist am Zurückgehen, das können wir dank unseres Amerikageschäftes kompensieren», blickt der CEO der Aebi Schmidt Group, Barend Fruithof, zuversichtlich in die Zukunft.

