Auf den Stoppelfeldern lassen sich Unkräuter am effizientesten und günstigsten bekämpfen.
Mit den aktuellen REB (Ressourceneffizienzbeiträge) für Herbizidreduktionen muss sich bereits ab der Ernte der Vorkultur überlegt werden, ob eine Stoppelbehandlung mit einem Herbizid wirklich notwendig ist. Beispielsweise werden Beiträge für bodenschonende Bearbeitung nur ausbezahlt, wenn die Bodenbearbeitung ab Ernte Vorkultur pfluglos erfolgt und die maximale Glyphosatmenge von 1500g pro Hektare nicht überschritten wird.

Bei der Entscheidung ob mit oder ohne Herbizid spielt der Unkrautbesatz eine wichtige Rolle. Sind ausdauernde Problemunkräutern wie Winden, Disteln, Blacken oder Quecken vorhanden, macht ein systemisches Totalherbizid Sinn.
Normalerweise reicht eine Behandlung mit 4 bis6 l Glyphosat pro Hektare bei genügend Blattmasse aus. Ausser gegen Winden, da werden 7,5 bis 10 l empfohlen. Diese Menge kann halbiert werden, wenn zusätzlich Dicamba beigemischt wird. Das Mittel Kyleo eignet sich ebenfalls für diese Fälle. Um unter der erwähnten Maximalmenge an Glyphosat bei angemeldeten REB zu bleiben, werden Teilflächenbehandlungen empfohlen.
Sind mehrheitlich einjährige Samenunkräuter sowie Ausfallgetreide oder Ausfallraps vorhanden, eignet sich bei trockenen Bedingungen eine wiederholende mechanische Stoppelbearbeitung beispielsweise mit einer Scheibenegge.

Speziell für den Kartoffelanbau
Im Kartoffelbau ist die mechanische Stoppelbehandlung hilfreich gegen Drahtwürmer, denn mit der intensiven Bearbeitung des Bodens werden Eier oder junge Larven verletzt oder sie vertrocknen.
Wichtig zu erwähnen: Am schädlichsten sind die drei- bis vierjährigen Larven. Folgt zum Beispiel nach Gerste eine zweijährige Kunstwiese mit anschliessendem Kartoffelanbau, muss bereits nach der Gerste eine mechanische Stoppelbearbeitung erfolgen.

