Es weht einfrischer Wind beim «Schafuuser Mumpfel». Seit dem 1. Juli ist die Geschäftsstelle bei Regio-Puur angegliedert. Der «Schafuuser Mumpfel» ist ein Geschenkgebinde, gefüllt mit Produkten aus dem Kanton Schaffhausen. Der Name kommt aus dem Klettgauer Dialekt und bedeutet so viel wie «ein Mund voll».
Ein Gewinn für Regio-Puur und den Mumpfel
Lisa Fuchs ist Bäuerin in Altdorf SH und Direktvermarkterin. Sie gehörte zu den treibenden Kräften hinter der Vermarktungsplattform Regio-Puur, die aus einem einst kleinen Lieferservice im Reiat entstand und heute den ganzen Kanton abdeckt. Dass der «Schafuuser Mumpfel» nun von Regio-Puur geführt werde, passe sehr gut, findet Fuchs, die für die Koordination der Bestellungen zuständig ist.
«Regio-Puur steht für regionales Einkaufen, der Mumpfel für regionales Schenken. Ich bin überzeugt, dass beide voneinander profitieren können.»
Lisa Fuchs, Bäuerin aus Altdorf
Die Produzenten und Lieferanten seien zu einem grossen Teil dieselben. Der Mumpfel zählt momentan 18 Produzenten und listet zwischen 30 und 50 Produkte, je nach Saison. Bei Regio-Puur machen zirka 30 Produzenten mit, je nach Saison sind zwischen 200 und 300 Produkte gelistet.
Seit 23 Jahren erfolgreich unterwegs
Den Mumpfel gibt es schon deutlich länger als die Vermarktungsplattform Regio-Puur. Der Startschuss fiel im Jahr 1999. Eine Arbeitsgruppe, bestehend aus neun Bauernfamilien, erarbeitete damals ein Konzept für eine kulinarische Geschenkidee. Ziel war es, ein Produkt zu erschaffen, mit dem auserlesene Spezialitäten in einer neuen Nische vermarktet werden können.
Im ersten Jahr wurden 50 Gebinde verkauft, letztes Jahr waren es mehr als 500. Für die Schaffhauser Bauernfamilien ist der Mumpfel ein Erfolg. Kaufen kann man den «Schafuuser Mumpfel» in verschiedenen Gebinden und Grössen: vom Mumpfel-Säckli bis zur Zaane (handgefertigter Weidenkorb). «Es hat für jedes Budget etwas dabei», sagt Lisa Fuchs.
Steigende Rohstoffpreise schlagen sich auf Produkte nieder
Auch wenn es gut läuft beim «Schafuuser Mumpfel», spürt man die gestiegenen Rohstoffpreise. «Ja, wir mussten die Preise für unsere Mumpfel-Gebinde erhöhen», sagt Lisa Fuchs auf Nachfrage, ohne Zahlen zu nennen. Gestiegen sind nicht nur die Verpackungskosten, sondern auch jene der Logistik. Bei den Verpackungsmaterialien habe man momentan keine Lieferengpässe. «Wir sind ein kleines Unternehmen, da lässt sich viel mit Flexibilität wettmachen», gibt sich die Bäuerin optimistisch. «Ich bin zuversichtlich, dass wir allfällige Lieferengpässe mit Flexibilität und Kreativität meistern werden.»
Die meisten Kunden hätten Verständnis für die Preiserhöhung gezeigt, sagt Fuchs. «Andere bestellen einfach nicht mehr, was wir sehr schade finden», schiebt sie nach. Sie weist darauf hin, dass man die Preisanpassungen der Produzenten gezwungenermassen weitergeben müsse, da die Margen ziemlich knapp berechnet seien.
«Wenn man alles ganzheitlich betrachtet, sind die Rohstoffpreise extrem gestiegen. Ein Onlineeinkauf ist für den Kunden unter Umständen preiswerter geworden.»
Lisa Fuchs zu den gestiegenen Kosten des Hausliefer-Services
Es herrscht schon Weihnachtsstimmung
Aber anstatt über Zahlen zu reden, stellt Lisa Fuchs lieber das Produkt, nämlich den «Schafuuser Mumpfel», in den Vordergrund. Für die Mumpfel-Produzenten stehe nicht der Preis im Zentrum, sondern die Qualität der Produkte. Fuchs verrät: «Wir sind schon in vollen Zügen an den Vorbereitungen für die Weihnachtszeit.» Weihnachten ist die umsatzstärkste Zeit, weil dann viele Bestellungen von Firmen reinkommen.

Vor zwei Jahren haben die Mumpfel-Macher einen Mumpfel-Adventskalender lanciert mit 24 genussvollen, regionalen Geschenken. «Dieses Jahr kommt der Adventskalender im neuen Design daher», freut sich Fuchs. Bestellt werden kann er bereits jetzt. Das ganze Team mit fünf bis zehn Mitarbeitern ist schon parat für die Weihnachtssaison.

