Nach fünf Jahren haben Cyrill Hörler und Alexandra Fux die Schulleitung der Bergheimatschule in Gurtnellen abgegeben. Die junge Gurtnellerin Regina Furger hat das Amt aufs neue Schuljahr hin übernommen. Die gelernte Bekleidungsgestalterin arbeitet in einem 45-Prozent-Pensum als Schulleiterin und führt nebenher das Nähatelier «Salve Regina». Zudem hilft sie auf dem elterlichen Bauernbetrieb in Gurtnellen mit.
Von der Lehrerin zur Leiterin
Im Jahr 2016 hatte die Bäuerinnenschule wiedereröffnet. Regina Furger übernahm damals den Unterricht für Textiles Gestalten, jeweils ein halber Tag pro Woche, von Januar bis Mai während eines Bäuerinnenkurses. Das macht sie nun seit fünf Jahren und wird es auch weiterhin tun. Dieses Wahlmodul ist beliebt und wird darum von zwei Lehrerinnen unterrichtet.
Für das Schulleiterpaar Fux-Hörler war früh klar, dass sie einmal wieder in die Heimat zurückgehen würden. So kam es, dass sie Regina Furger in die richtige Richtung leiteten, damit sie später in die engere Auswahl für die Stelle als Schulleiterin kam. Furger machte den Fachausweis als Erwachsenenbildnerin und war so vorbereitet für das Amt der Schulleiterin.
Gute Einführung
Die Einführung sei sehr freundschaftlich gewesen, sagt Regina Furger, die früh von Hörler und Fux eingearbeitet wurde. «Auch darf ich immer wieder rückfragen, falls etwas unklar ist.» Es sei ein Vorteil, das Gebäude und die Schule schon zu kennen. «Es ist schon ein Traum von mir und meiner Familie, dass ich jetzt die Schulleitung habe.» Im Jahr 2019 hatte Regina Furger selber die Bäuerinnenschule in Gurtnellen abgeschlossen und bekam einen Einblick in den Schulalltag. Sie würde die Ausbildung jeder jungen Frau weiterempfehlen. «Für meine neue Tätigkeit ist es gut zu wissen, wie sich die Schülerinnen fühlen», berichtet Furger.
Gute Nachfrage
Seit der Neueröffnung der Schule haben 80 Frauen die Ausbildung abgeschlossen. Kürzlich fand ein Informationsabend statt, der gut besucht war. «Der Kurs fürs nächste Jahr ist bereits mit 15 Schülerinnen besetzt, ein Platz ist noch frei. Fürs Jahr 2022 gibt es ebenfalls schon Interessierte», berichtet Regina Furger voller Freude. Der Vollzeitkurs mit Internat ist zeitintensiv. Es müsse im Umfeld und vom Arbeitgeber her stimmen, erklärt Furger. «Man muss sich die Zeit auch nehmen und gönnen können, ein halbes Jahr etwas von der Bildfläche zu verschwinden.»

