In Altdorf findet am Wochenende das erste Urner Biofest statt

Noch vor dem 25-Jahr-Jubiläum im nächsten Jahr soll an diesem Wochenende mit einem Fest auf dem Hof By Herger in Altdorf für Urner Bioprodukte geworben werden. Neben Marktstände dürfen sich die Besucher auf weitere spannende Attraktionen freuen.

Bio Uri, die Vereinigung der Urner Biobauern, feiert nächstes Jahr sein 25-jähriges Jubiläum. Bereits dieses Wochenende, 24. und 25. September, findet in Altdorf erstmals das Urner Biofest statt. Mit einem Bioproduktemarkt, Workshops, Musik und vielen weiteren Attraktionen will Bio Uri den Besuchern den Biolandbau präsentieren. Präsident Franz Herger gibt Auskunft im Interview.

Bio Uri feiert bald das 25-Jahr-Jubiläum. Was wünscht sich der Präsident für die Zukunft?

Franz Herger: Ich wünsche mir, dass die aktuellen Biobauern und Biobäuerinnen zufrieden und erfolgreich mit ihren Betrieben sind. Gerne hätte ich weitere junge interessierte und innovative Landwirte, Landwirtinnen, die sich mit Überzeugung, Elan und Herzblut auf die biologische Landwirtschaft einlassen.

Was erwartet die Besucher am Biofest?

Die Besucher können sich auf ein breites Angebot von Bioprodukten freuen. An rund 25 Marktständen werden unseren Gäste Bioprodukte sowie regionale und Bio-nahe Produkte finden. Weiter können die Besucher die Biolandwirtschaft live erleben. Es wird vor Ort gekäst und «Nidlä» geschwungen. Das Hühnerrennen mit Wetteinsatz, das Stroh-Labyrinth und weitere Attraktionen warten ebenfalls auf unsere Gäste.

Als Direktvermarkter kennen Sie die Urner Biokonsumenten. Wie würden Sie diese beschreiben?

Es sind Menschen, die sich für eine gesunde und nachhaltige Zukunft interessieren und sich einsetzen. Sie schätzen, dass biologische Lebensmittel ein unverkennbares Eigenaroma und wertvolle Qualität besitzen, die sie von früher kannten oder die sie gerne geniessen. Ich spüre eine Wertschätzung unseren Nahrungsmitteln gegenüber.

Der Umsatz im Schweizer Biomarkt knackte im vergangenen Jahr die 4-Milliarden-Grenze. Spüren Sie die steigende Nachfrage auch im Kanton Uri?

Die Nachfrage ist sicher gestiegen. Ein Umdenken ist im Gange. Dies auch dank den Medien und der Werbung, die uns tagtäglich auf die aktuelle Situation der Welt aufmerksam machen.

47 Urner Betriebe, also rund 9 Prozent, wirtschaften nach den Knospen-Richtlinien. Im ähnlich strukturierten Kanton Obwalden sind es mehr als ein Drittel aller Höfe. Was sind die Gründe für die Urner Zurückhaltung?

Im Kanton Obwalden haben es die Biobauern geschafft, rechtzeitig einen Abnehmer für die Biomilch zu finden. In Uri wurden in diesem Bereich auch verschiedene Anläufe gemacht, leider hat es bis jetzt nicht geklappt, ausser in Seelisberg.

Wie anspruchsvoll erlebten Sie selber die Umstellung von einem konventionellen Milchviehzuchtbetrieb zu einem Biohof?

Es braucht Mut, Elan und vor allem eine positive innere Einstellung gegenüber dem biologischen Landbau. Meine Frau Doris und unsere drei Kinder haben mich dabei immer unterstützt. Gemeinsam haben wir in den vergangenen Jahren schrittweise verschiedene Projekte umgesetzt, so dass wir den Festbesuchern einen nun attraktiven Biohof zeigen dürfen.

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